Netzwerkanalyse-Tools:
Zwei kostenlose Tools für das Scannen von Netzwerk-Ports

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de), Dirk Jarzyna

22.05.2009

Schnell mal schauen, welche Ports auf den Computern eigentlich geöffnet sind? Mithilfe von Port-Scannern ist das schnell erledigt. Network Computing hat sich zwei kostenlos verfügbare Produkte angesehen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Für das Scanning von Netzwerk-Ports auf Rechnern oder Firewalls stehen im Internet zig Programme zur Verfügung. Zwei davon sind der Advanced-Port-Scanner v1.3 for Windows [1] und der Lama-Creation-Port-Scanner.

Der Advanced-Port-Scanner for Windows von Radmin

Der Advanced-Port-Scanner stammt von der russischen Firma Radmin [2], die in erster Linie durch ihre Fernsteuer- und Remote-Systemmanagement-Software »Radmin Remote-Control« bekannt wurde. Anbieter der Lama-Creation-Software [3] ist dagegen die gleichnamige Firma aus Bogen im Bayerischen Wald.

Beide Programme sind im Handumdrehen heruntergeladen und installiert. Sie bieten leicht verständliche und einfach navigierbare grafische Schnittstellen und sind selbsterklärend.

Einfach zu bedienen

Der Advanced-Port-Scanner enthält zwar eine Online-Hilfe, aber wohl nur aus Gründen der Vollständigkeit, denn diese benötigt der Benutzer eigentlich nicht. Beim Lama-Creation-Scanner ist sie gar nicht erst enthalten, und der User wird sie auch nicht vermissen.

Beide Programme scannen vom Benutzer eingegebene Ports, alle Ports und eingestellte Port-Bereiche für eine spezifische IP-Adresse oder einen IP-Adressbereich. Der Advanced-Port-Scanner kann außerdem eine Default-Port-List oder eigene, selbst definierte Port-Listen nutzen. Damit ist dieser Scanner ein wenig flexibler als der Lama-Creation-Scanner.

Für Linux: der Lama-Creation-Port-Scanner.

Die Scan-Ergebnisse präsentiert der Advanced-Port-Scanner in übersichtlicher Weise. Offen und geschlossen Ports werden dabei separat aufgeführt.

Der Lama-Creation-Scanner zeigt dagegen die Ports aufsteigend sortiert an. Hinter den Nummern der Anschlüsse vermerkt das Programm, ob diese offen oder geschlossen sind.

Für Windows und Linux

Beide Programme erlauben den Export der Ergebnisse in eine Textdatei. Das Programm von Lama-Creation bietet außerdem die Möglichkeit, die Resultate als PDF-Datei auszugeben.

Das Produkt von Radmin arbeitet ausschließlich auf Windows-Rechnern. Unterstützt werden die Versionen von Windows 95 bis hin zu Vista und Windows Server 2008.

Auf seiner Web-Seite bietet Radmin übrigens noch weitere kostenlose Netzwerkanalyse-Software an, unter anderem den Advanced IP-Scanner [4] und den Advanced LAN Scanner [5]. Das letztgenannte Produkt ist allerdings seit 2004 nicht über den Beta-Status hinausgekommen und insofern mit Vorsicht zu genießen.

Das Produkt von Lama-Creation arbeitet dagegen unter Linux. Beide Programme sind kostenlos erhältlich.

[1] http://www.radmin.com/products/utilities/portscanner.php
[2] http://www.radmin.de/
[3] http://www.lama-creation.de/Download.php
[4] http://www.radmin.com/products/utilities/ipscanner.php
[5] http://www.radmin.com/products/utilities/lanscanner.php