IT- und Netzwerkfirmen:
Motorola teilt sich in zwei Firmen auf
Anfang 2011 will sich Motorola in zwei unabhängige Unternehmen aufteilen. Einer der Nachfolger ist für die mobilen Geräte und das Home-Business zuständig, der zweite für Netzwerk-Komponenten und mobile Lösungen für Firmen.
Überlegungen, Motorola [1] in zwei eigenständige Unternehmen zu zerschlagen, kamen bereits 2008 hoch. Ein Auslöser war das damals katastrophale Abschneiden im Bereich Mobiltelefone. Dort verschlief Motorola wichtige Entwicklungen, etwa hin zu Touch-Screen-Geräten und Smartphones.
Einer der Hoffnungsträger der Mobile-Device-Division von Motorola: das Android--Smartphone Milestone.
Mit Geräten wie dem »Milestone«, die unter Android laufen, will der Hersteller diese Scharte wieder auswetzen. In diesem Jahr beabsichtigt die Firma, an die 20 neue Mobiltelefone auf den Markt zu bringen.
Nun wird die Mobiltelefonsparte (Mobile Devices) zusammen mit dem Bereich Home-Business (Herstellung von Settop-Boxen) Anfang 2011 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gehen. Eigentlich war dieser Schritt bereits für Ende 2009 vorgesehen, wurde jedoch wegen der Wirtschaftskrise verschoben.
Rund 11 Milliarden Dollar Umsatz
Die Leitung der Firma übernimmt Sanya Jha. Er ist derzeit neben Greg Brown einer der beiden Chief Executive Officers von Motorola.
Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Sparte Mobiltelefone einen Umsatz von 7 Milliarden Dollar. Der Bereich Home Business kam auf rund 4 Milliarden. Das entspricht der Hälfte des Gesamtumsatzes der Firma in Höhe von 22 Milliarden Dollar.
Enterprise-Aktivitäten in zweiter Firma gebündelt
An der Spitze des zweiten Motorola-Nachfolgers wird Jhas derzeitiger Co-CEO Greg Brown stehen. In diesem Unternehmen sind die Aktivitäten auf den Sektoren Carrier-Ausrüstung (Mobilfunk), Wireless LANs, Barcode-Scanner und Handheld-Rechner für die Industrie gebündelt.
Soll die Nachfolgefirma führen, die Enterprise-Produkte vermarktet: Greg Brown.
Ein Teil der Produkte kam durch die Übernahme von Symbol im September 2006 ins Haus. Das gilt speziell für Wireless-LAN-Systeme, die allerdings vorzugsweise in Industrie und Handel eingesetzt werden.
Zudem bietet Motorola nach wie vor Funkgeräte für Behörden und Firmen an, außerdem dem RFID-Lösungen (Radio Frequency Identification) für den Handel und die Industrie.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009 stammten 26 Prozent der 2 Milliarden Dollar der Enterprise-Mobility-Gruppe aus dem Raum EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika). Damit ist diese Region nach Nordamerika (58 Prozent) der wichtigste Teilmarkt.
Die Enterprise-Mobility- und Network-Sparte soll auch die Verbindlichkeiten von Motorola übernehmen. Diese belaufen sich auf 3,3 Milliarden Dollar. Der Umsatz der neu geschaffenen Firma wird ebenfalls bei etwa 11 Milliarden Dollar liegen.
[1] http://www.motorola.de/
- 1. Seite: Motorola teilt sich in zwei Firmen auf
- 2. Seite: Enterprise-Aktivitäten in zweiter Firma gebündelt
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