Neuausrichtung der Gruppe:
Softline kauft Dienstleister Prometheus zurück

von Ulrike Wendel (ulrike.wendel@crn.de)

11.02.2010

Nach einer Kapitalerhöhung kauft die Softline AG 100 Prozent an ihrer ehemaligen Dienstleistungstochter Prometheus zurück. An der neu ausgerichteten Softline-Gruppe beteiligt sich unter anderem der ehemalige PC-Ware-Chef Knut Löschke.

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Die Softline AG stellt sich neu auf. Nach einer Kapitalerhöhung holt das Offenburger Unternehmen seine ehemalige Dienstleistungstochter Prometheus unter das Dach der Muttergesellschaft zurück, wie CRN von einem Brancheninsider erfahren hat. Diesen Schritt wird das börsennotierte Unternehmen am morgigen Freitag bekannt geben.

Möglich wurde der Deal, da Softline nach einer deutliche Kapitalerhöhung seine Restrukturierung der vergangenen Monate abgeschlossen hat. Neben den bisherigen Aktionären beteiligt sich unter anderem Knut Löschke an Softline. Der Gründer und ehemalige Vorstandsvorsitzende von PC-Ware hatte den Leipziger Dienstleistungsriesen im vergangenen Jahr nach der Übernahme durch die österreichische Raiffeisen Informatik verlassen.

In der neu aufgestellten Softline Gruppe soll Prometheus weiter als »Dienstleister der Dienstleister« fungieren. Mit seinen Services richtet sich Prometheus nicht an Endkunden, sondern an Wiederverkäufer wie Systemintegratoren, Hard- und

Softwarehersteller und Systemhäuser. Neu dazugekommen ist der Bereich für Carrier Services. Im Laufe dieses Jahres soll außerdem eine Consulting-Sparte aufgebaut werden.

Rückkauf angekündigt

Die Softline AG hat Prometheus im September 2007 im Zuge der geplanten Neuausrichtung der Gruppe übernommen. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Softline dann allerdings sowohl Prometheus als auch den inzwischen insolventen Software-Distributor Trademail wieder verkauft.

Während Softline mit dem Verkauf aus dem Distributionsgeschäft aussteigen wollte, hatte Softline-Chef Christoph Michel damals gegenüber CRN betont, sich als Beteiligungsholding und IT-Dienstleister neu ausrichten zu wollen. Nach abgeschlossener Sanierung solle der Dienstleister wieder in die Softline AG integriert werden, hieß es bereits im vergangenen Jahr.

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