Mobile Computing: Tablet-Rechner:
Umfrage: Das iPad ist nur bedingt für Firmennetze tauglich
Die Netzwerkpublikation Network World hat amerikanische IT-Spezialisten gefragt, ob Apples Tablet-Rechner iPad in Unternehmensnetzen Einzug halten könnte. Ein Gutteil war davon überzeugte, kritisierte jedoch speziell die mangelnden Sicherheitsfunktionen.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Apples [1] Tablet-Rechner iPad in Unternehmensnetzen auftaucht. Denn Firmenpolitik hin oder her, die dem Blackberry oder Windows-Mobile-Geräten den Vorzug gibt: Wie das iPhone zeigt, lassen sich die stylishen Gadgets von Apple kaum aus einem Unternehmen verbannen.
Network World [2] hat amerikanische IT-Manager gefragt, ob aus ihrer Sicht das iPad ein »businesstaugliches« Arbeitsgerät ist. Ein Ergebnis: Etliche Fachleute sehen sehr wohl einen Trend in Richtung kleine und kompakte mobile Geräte, etwa Netbooks.
Spielzeug oder für das Business tauglich? IT-Fachleute sind sich in diesem Punkt beim Apple iPad nicht einig.
Ein Mitarbeiter eines Herstellers von chirurgischen Instrumenten etwa sagte, bereits jetzt erfreuten sich Subnotebooks oder Netbooks unter den Mitarbeitern wachsender Beliebtheit. Er gehe davon aus, dass einige auch ein iPad als mobilen Rechner nutzen werden.
Ein IT-Leiter einer Technologieberatungsfirma sieht dagegen einen Wildwuchs von Geräten auf sich zukommen: PCs, Note- und Netbooks, Tablet-Rechnern und Mobiltelefonen, inklusive der »Herausforderungen in Bezug auf IT-Sicherheit und Patch-Management. Sein Tipp: Ein Unternehmen sollte sich darüber klar werden, welchen Nutzen eine neue Kategorie von Hardware bringt, bevor es Tablet-Rechner anschafft.
Keine VPN-Verbindungen
Mehrere Befragte kritisierten, dass das iPad, wie auch das iPhone, über keine Multitasking-Fähigkeiten verfügt. Für viele Anwender im professionellen Umfeld sei es jedoch wichtig, mehrere Applikationen parallel nutzen zu können.
Die am schwersten wiegenden Einwände kamen jedoch aus dem Lager der IT-Security-Spezialisten. Sie vermissen unter anderem den Support von VPN-Verbindungen mit starker Verschlüsselung. Damit sei das iPad nur bedingt für Unternehmensanwendungen tauglich.
Die typischen Anwendungen für das iPad, die Apple auf seiner Web-Seite zeigt, suggerieren, dass der Tablet-Rechner eher etwas für Fans von Social-Networks, Videos und Spielen ist.
Ein weiterer Kritikpunkt: Sollte ein iPad seinem Benutzer abhandenkommen, etwa durch Diebstahl, lässt es sich nicht fernsperren beziehungsweise »remote« löschen. Zudem, so ein anderer Experte, sei der mangelnde Support für Microsoft-Exchange kaum akzeptabel.
Hoffnung auf Anwendungen von Drittanbietern
Nach Ansicht der Fachleute ist es notwendig, bessere Managementwerkzeuge für das iPad bereitzustellen. Etliche der Befragten setzen dabei ihre Hoffnung auf Drittanbieter. Der Haken dabei: Apple hat erst eine Beta-Version des Software-Development-Kits (SDK) für das iPad vorgestellt.
Das SDK für das iPad basiert auf den Entwicklungs-Tools für das iPhone. Entwickler können das iPhone-SDK 3.2 Beta von Apples Web-Seite herunterladen.
Der Simulator läuft auf Mac-Rechner mit MacOS X ab Version 10.6.2. Mit dem Kit lässt sich unter anderem der Speicherverbrauch von Anwendungen prüfen, außerdem deren Tauglichkeit für das 10-Zoll-Display des iPad.
Spielzeug oder für das Business tauglich? IT-Fachleute sind sich in diesem Punkt beim Apple iPad nicht einig.
Die typischen Anwendungen für das iPad, die Apple auf seiner Web-Seite zeigt, suggerieren, dass der Tablet-Rechner eher etwas für Fans von Social-Networks, Videos und Spielen ist.
[1] http://www.apple.de/
[2] http://www.networkworld.com/
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