Freie IP-Adressen finden:
First-Look: Kostenloser IP-Address-Tracker von Solarwinds

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

30.04.2009

Ein Excel-Sheet ist nicht die beste Methode, um den Überblick über die verwendeten IP-Adressen im eigenen Netz zu behalten. Das freie Tool »IP Address Tracker« von Solarwinds scannt IP-Subnetze nach verwendeten Adressen: Network Computing hat einen ersten Blick darauf geworfen.

Schon ein IP-Subnetz der C-Klasse hat 253 IP-Adressen. Zur Not lässt das noch mit einer Excel-Tabelle verfolgen. Bei einem B-Klasse-Netz sind es dann 65.534 IP-Adressen. Abgesehen davon bedarf es auch schon etwas an Disziplin, alle Änderungen bei IP-Adressen kontinuierlich zu erfassen. Mit dem frei verfügbaren »IP Address Tracker [1]« von Solarwinds [2] erleichtert sich der Administrator die Arbeit deutlich. Der IP-Address-Tracker scannt vorgegebene Subnetze nach belegten beziehungsweise freien IP-Adressen. Außerdem kann das Tool mittels SNMP weitere Informationen zum Gerät abfragen. Dazu gehören Maschine-Typ, System-Name und Ort.

Mit dem kostenlosen »IP Address Tracker« von Solarwinds sieht der Administrator auf einen Blick, welche IP-Adressen in einem Subnetz noch frei sind.

Um ein Subnetz zum ersten Mal zu scannen, trägt der Administrator die IP-Adresse des Subnetzes, die zugehörige Maske ein und vergibt einen Namen. Anschließend beginnt die Software mit ihrem Scan. Die Bedienung ist an ein paar Stellen ein bisschen holprig. Der Stop-Button, um einen Scan abzubrechen, ist etwas versteckt. Gibt der Administrator aus Versehen, eine falsches IP-Subnetz ein, lässt sich das nicht mehr korrigieren. Hier hilft nur noch, das Subnetz zu löschen und ein neues eingeben. Bei der Subnetzmaske ist das anders.

Hilfreich ist, dass sich für das Scannen die Anzahl der IP-Pings einstellen lässt. Auch der Abstand zwischen diesen Pings pro Adresse kann der IT-Verwalter variieren. Daneben gibt es noch einen Parameter für den Timeout der Pakete. Für die SNMP-Abfrage lassen sich verschiedene Community-Strings eingeben.

Bei einem B-Klasse-Netz ist die Liste der IP-Adressen etwas lang. Praktisch ist hier der Filter für IP-Adressen, die im Gebrauch sind. Weiter kann sich der Administrator nur reservierte oder freie IP-Adressen anzeigen lassen. Außerdem merkt sich das Programm, wann es eine IP-Adresse zum letzten Mal gesehen. Liegt dieser Zeitpunkt lange zurück, ist die Adresse vermutlich nicht mehr im Gebrauch.

Klickt der Administrator auf eine einzelne IP-Adresse, kann er einen Ping, Telnet oder den Web-Browser mit der IP-Adresse starten. Für Traceroute und IP-Network-Browser sind zusätzliche Installationen von Solarwinds-Software notwendig. Dies ist praktisch, um per Telnet etwa auf einen Switch zu gehen oder per Web-Browser das Administrations-Interface eines Netzwerk-Druckers aufzurufen.

Weiter kann der Administrator, den Status einer Adresse »Used«, Reserved« oder »Available« manuell ändern. Reserved ist sicher praktisch, um etwa IP-Adressen zu markieren, die per DHCP vergeben werden. Schließlich lässt sich das Ergebnis ausdrucken oder als Csv-Datei exportieren. Nach einer Registrierung [3] lässt sich das Tool bei Solarwinds herunterladen.

Vom IP-Address-Manager gibt es auch eine kommerzielle Version »Orion IP Address Manager [4]«. Gegenüber der freien Version sind vor allem zwei Funktionen interessant. Die Scans lassen sich zeitgesteuert durchführen. Zum zweiten gibt es grafische Darstellungen über die Belegung von IP-Subnetzen. Damit sieht der Nutzer, in welchen Subnetzen wie viele Adressen noch frei sind. Die Top-Ten-Liste zeigt die Bereiche an, die am wenigsten Platz haben. Weiter gibt es entsprechende Reports.

[1] http://www.solarwinds.com/products/freetools/ip_address_tracker/index.aspx
[2] http://www.solarwinds.com/
[3] http://www.solarwinds.com/register/?Program=912&c=70150000000Ehqn
[4] http://www.solarwinds.com/products/orion/ip_address_manager/