Regeln etablieren und durchsetzen:
Die mobile Welt im Unternehmen in den Griff bekommen

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

01.04.2009

Nahezu jedes Unternehmen setzt mobile Lösungen ein, doch die Verantwortung dafür liegt meist bei verschiedenen Gruppen. Die Unternehmensberatung dBrn Associates hat noch vier weitere Punkte identifiziert, auf die es für ein effizientes Management zu schauen gilt.

Handys gibt es sicher in so gut wie jedem Unternehmen. Mittlerweile kommen auch Wireless-LANs hinzu. Immer mehr Laptops haben WLAN, und zum Teil auch UMTS. Schließlich vermischt sich das ganze auch bei Smartphones, die sowohl Wireless-LAN als auch Mobilfunk beherrschen (Dual-Mode-Geräte). Mit Fixed-Mobile-Convergence (FMC) verschwimmen die Grenzen weiter. Hier nutzen etwa Smartphones je nach Verfügbarkeit das passende drahtlose Netz. Leider ist es angesichts dessen meist nicht einfach, mobile Applikationen im Unternehmen voranzubringen. Als größtes Problem hat die Unternehmensberatung dBrn Associates [1] identifiziert, dass es im Unternehmen keine übergreifende Zuständigkeit für mobile Lösungen gibt. Stattdessen existieren unterschiedliche Gruppen. Ein Bereich ist etwa für Mobilfunk verantwortlich, hat aber gar nichts mit WLAN zu tun. Ein Verantwortlicher ist daher eine zentrale Vorraussetzung, für eine übergreifendes, effizientes Management. Diesen folgen bei Dbrn noch vier weitere Schritte.

Der zweite Schritt ist eine Bestandsaufnahme der Netze, Nutzer und Ausgaben. Dieses ist dann die Grundlage, um Regeln für den Einsatz zu definieren und auch durchzusetzen. Als viertes geht es dann um Verbesserungen, die sich kurzfristig erreichen lassen. Schließlich beginnt die Herausforderung, strategisch über den Einsatz von mobilen Anwendungen nachzudenken.

Die Verantwortung für den gesamten mobilen Bereich sollte innerhalb der IT-Abteilung oder des Netzwerkbereichs aufgehängt sein. Da Mobilität auch andere Bereiche wie die Telefonie im Unternehmen berührt, ist es wichtig, hier Schnittstellen zu schaffen. Mobilfunkthemen sind oft beim Einkauf aufgehängt, der vor allem die Kosten im Blick hat, aber nicht die Applikationen oder das Netzwerk-Design. WLAN ist zwar normalerweise Teil der IT-Abteilung, aber diese hat nichts mit Mobilfunk tun und achtet weniger auf Sprache.

Gibt es nun eine verantwortliche Gruppe für den mobilen Bereich, muss sich als erstes darum kümmern, für was und welche Kosten sie denn genau verantwortlich ist. In den meisten Organisationen macht Mobilfunk den größten Teil der Kosten aus. Aber WLAN und andere drahtlose Technologien gehören auch dazu. Letztlich geht um den Blickwinkel, mobile Lösungen bereitzustellen, und nicht auf bestimmte Technologien zu fokussieren.

Regeln sollten alle mobilen Geräte einbeziehen: Das geht von Laptops, Smartphones, PCs im Home-Office bis zu Elementen wie USB-Sticks, auf denen sich Unternehmensdaten abspeichern lassen. Dazu gehört festzulegen, welche Verantwortung der Nutzer hat. Für Policies gilt es folgende Bereiche zu bearbeiten: Kostenkontrolle, Einführen von Regeln, Kauf und Auslieferung, Sicherheit, Support, Geräte-Versicherungen und -Upgrades, Reparatur und Austausch von Komponenten sowie Vorgehen beim Ausscheiden eines Mitarbeiters.

Strategische Gedanken gehen für Dbrn in Richtung Unified-Communications (UC). Dabei unterscheiden die Analysten auf der einen Seite UC-Lösungen, von der eine große Menge der Anwender profitiert. Auf der anderen Seite stehen UC-Applikationen, die Geschäftprozesse unterstützen.

[1] http://www.dbrnassociates.com/home.aspx

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