E-Government: Online-Anzeigen:
Elf Bundesländer haben Internet-Polizeiwachen eingerichtet

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

30.03.2009

In derzeit elf deutschen Bundesländern können die Bürger via Internet Strafanzeige stellen. Nur in Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen gibt es noch keine Internet-Polizeiwachen.

Im Januar ging der Online-Polizeidienst von Sachsen ans Netz. Seitdem können Bürger in elf Bundesländern Straftaten wie Verkehrsdelikte, Diebstahl oder Betrug über das Internet anzeigen.

In den meisten Bundesländern gibt es mittlerweile eine Online-Polizeiwache.

Nach Angaben des High-Tech-Verbandes Bitkom [1] ist Nordrhein-Westfalen Vorreiter in Sachen Online-Anzeige. Dort können Bürger seit 2004 Strafanzeigen auf einer Web-Seite [2] stellen.

Insgesamt wurden seit dem Start des Angebots in NRW mehr als 130.000 Straftaten zur Anzeige gebracht, alleine 35.000 im vergangenen Jahr. Auf einer speziellen Internet-Seite können Bürger zudem melden, wenn sie beim Surfen im Web auf die Ankündigung einer Gewalttat stoßen, etwa eines Amoklaufs.

Nordrhein-Westfalen richtete bereits 2004 eine Internet-Polizeistation ein.

Eingehende Nachrichten oder Anzeigen werden automatisch an die zuständige Dienststelle weitergeleitet. Die Absender erhalten eine Bestätigung, dass ihre Anzeige eingegangen ist.

[1] http://www.bitkom.org
[2] https://service.polizei.nrw.de/egovernment/service/anzeige.html