Einhaltung von Netzwerk-Policies überwachen:
Durchblick im Dschungel der Folgen von Netzwerk-Änderungen

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

26.03.2009

Mit »NetMRI 3.0« von Netcordia bekommen Administratoren einen Überblick, wie sich Änderungen in der Netzwerk-Konfiguration auf die Performance auswirken. Verschlechtert sich diese, hilft die Appliance umgekehrt, die auslösende Änderung zu finden.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Fehler im Netzwerk können ganz triviale Ursachen haben. Da nimmt ein Administrator eine Änderung der Konfiguration auf einem Switch vor. Aber er vergisst, sie abzuspeichern. Also ist sie aktiv, aber nur bis zum nächsten Reboot der Komponente und das Problem beginnt. Mit »NetMRI 3.0 [1]« von Netcordia [2] findet der IT-Verwalter dieses Konfigurationsproblem. Mit der Appliance bekommt er ein Tool, um herauszufinden, welche Konfigurationsänderung die Netzwerkstörung beziehungsweise den Performancerückgang verursacht hat. In der Version 3.0 liefert die Lösung verschiedene Ansichten der Netzwerk-Topologie und der Geräte darin. Außerdem hilft die Appliance dem IT-Verwalter zu erkennen, welche Auswirkungen ein Network-Change auf die Performance im Netz hat.

Über die Topologie-Ansicht in »NetMRI 3.0« von Netcordia sieht der Administrator, ob eine Änderung im Netzwerk ein Gerät und seine Nachbarn beeinflusst.

Bild: Netcordia_NetMRI_3_0_Topologie_Ansicht.jpg

BU:

Für die Analyse bekommt der Administrator drei Werkzeuge: Timeline-Dashboard, Topology-Status-Views und Network-Explorer. Das Dashboard zeigt den historischen Verlauf von Änderungen an. Dabei bringt es diese in einen Zusammenhang mit der Netzwerksituation. Über die Status-Views sieht der IT-Verwalter, an welcher Stelle die Änderung passiert ist. Parallel dazu zeigt Netmri an, welche Policies es im Netzwerk gibt und wie dazu der Netzwerkstatus ist. So lässt sich etwa herausfinden, ob Änderungen auch den Regeln entsprechen.

Der Network-Explorer liefert ein grafisches Interface, um typische Konfigurationsprobleme durch die Attribute eines Gerätes zu finden.

Die Netmri-Appliance findet heraus, wo eine Änderung stattgefunden hat, wer sie ausgeführt hat, was dabei geändert wurde und was davon betroffen wurde. Detaillierte Berichte liefern eine Übersicht über die Einhaltung von Vorgaben (Compliance/Governance). Gleichzeitig hilft das System, dies wieder zu erreichen (Remidiation), falls Regeln verletzt wurden.

Die Einstiegs-Appliance von Netmri erfasst bis zu 50 Geräte. Die größte Version überwacht bis zu 2000 Komponenten. Mit »NetMRI Operation Center [3]« lassen sich auch große, verteilte Netzwerke mit Netmri-Appliances verwalten und überwachen. »NetMRI IP Telephony [4]« richtet sich speziell auf die Überwachung der Sprachqualität von IP-Telefonie-Anlagen, derzeit von Avaya und Cisco. Es wertet zusätzlich noch die Call-Data-Records (CDR) aus, um sie mit Netzwerkdaten zu verknüpfen.

Derzeit berücksichtigt Netmri Komponenten in Netzen auf virtuellen Servern nicht. Gleiches gilt für den Einblick in SANs. Beides ist aber in Vorbereitung und kommt voraussichtlich diesen Sommer.

[1] http://www.netcordia.com/products/netmri-enterprise.asp
[2] http://www.netcordia.com/
[3] http://www.netcordia.com/products/netmri-operations-center.asp
[4] http://www.netcordia.com/products/netmri-ip-telephony.asp

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