Hilfsmittel für mobile Mitarbeiter:
Test: Mobile-Net-Switch verbindet auf Knopfdruck Notebooks mit Netzwerken
Wer seinen mobilen Rechner häufig an unterschiedliche Netzwerke anschließt, kennt die Situation: Häufig müssen erst Änderungen an der Konfiguration des Geräts durchgeführt werden, bis es sich ins LAN einbinden lässt. »Mobile Net Switch« löst dieses Problem.
Einen mobilen Computer häufig mit verschiedenen Netzwerken verbinden zu müssen, ist eines der Dinge, das viele Road-Warrior fast in den Wahnsinn treibt. Denn jedes LAN besitzt seine eigenen Netzwerklaufwerke, Mail-Server, IP-Adressbereiche und Drucker.
Mit Mobile Net Switch kann der Benutzer unterschiedliche Profile für mehrere Netze anlegen und auf Knopfdruck aktivieren.
Natürlich leistet DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) Hilfe und hat das IP-Adressen-Problem recht gut im Griff. Trotzdem bleibt für den geplagten Benutzer noch viel zu tun. Und um das, was übrig bleibt, kümmert sich Mobile-Net-Switch [1].
Der Kern dieses kleinen Hilfsprogramms sind Profile, die der Benutzer für die einzelnen Netzwerkstandorte konfiguriert. Jedes Profil enthält Optionen für die IP-Adressierung, Host-Konfiguration, die Einstellungen für Internet-Zugang, Desktop und System sowie Scripts und ein Textfeld für Notizen.
IP-Adresse vorgeben
In den IP-Adresseinstellungen beschreibt der Benutzer unter anderem, welche Netzwerkkarte er nutzen möchte, vorausgesetzt, mehrere stehen zur Auswahl. Außerdem legt er fest, ob er mit DHCP oder manuell konfigurierten Einstellungen arbeiten möchte.
Konfigurieren lassen sich beispielsweise Gateway-, DNS- und WINS-Server-Adressen. Die erweiterten Einstellungen erlauben das Ein- und Ausschalten der Windows-Firewall sowie das Eintragen eines DNS-Suffix.
Im Host-Abschnitt spezifiziert der Benutzer die Host-Datei-Einträge für das jeweilige Netzwerk. Die Interneteinstellungen beschreiben den Verbindungstyp, die zu nutzende Homepage, die Verwendung des ISA-Firewall-Clients sowie – falls erforderlich – Modemeinstellungen und Wählregeln.
Netzlaufwerke »mappen«
Die interessantesten Optionen findet der Benutzer in den Abschnitten »Main« und »System« eines jeden Profils. Unter »Main« spezifiziert er Anmeldeinformationen, Proxy-Server und Laufwerksverbindungen (Drive-Mappings).
Für die Drive-Mappings gibt es zwei Optionen: das Trennen vorheriger Drive-Mappings beim Netzwerkwechsel und das Erzeugen persistenter Drive-Mappings. Wählt der Benutzer die letztgenannte Option, stellt das Programm bei wiederholtem Besuch des jeweiligen Netzwerks die im Profil hinterlegten Laufwerksverbindungen automatisch wieder her.
Standarddrucker für jedes Netz definieren
Was im Main-Abschnitt die Drive-Mappings sind, sind im System-Abschnitt die Druckerzuordnungen. Der Benutzer legt dort den Standarddrucker fest, den er in einem bestimmten LAN verwenden will. Außerdem stellt er unter »System« die jeweilige Zeitzone, Standard-Outlook- oder Outlook-Express-Profile sowie Enerigiespar-Optionen ein.
Die Scripts sind sicher nur etwas für erfahrene Benutzer. Das Programm führt sie aus, wenn der Benutzer das Profil aktiviert, in dem sie hinterlegt sind. Mithilfe dieser Scripts kann der Benutzer beispielsweise Batch-Dateien oder Programme automatisch starten, beispielsweise um sich bei bestimmten weiteren Systemen anzumelden.
Hier die Einstellung der Host-Konfiguration
Natürlich sind dies alles Einstellungen, die der Benutzer mit ein paar Mausklicks und Tastatureingaben auch manuell vornehmen und ändern könnte. Aber dafür müsste er sich an alle diese Einstellungen erinnern können oder diese aufschreiben.
Einfacher und zuverlässiger ist es zweifellos, einfach das jeweilige Profil auszuwählen und alles automatisch ablaufen zu lassen – und das alles ohne Gefahr, dass sich Fehler einschleichen.
Und mehr ist wirklich nicht zu tun: Einfach nach dem Hochfahren des Laptops das entsprechende Profil wählen, und schon stehen alle Netzwerklaufwerke, der Netzwerkdrucker, die Internetverbindung et cetera wieder zur Verfügung.
Autostart-Funktion
Mobile-Net-Switch startet auf Wunsch des Benutzers automatisch beim Hochfahren des Computers und befindet sich im Windows-System-Tray. Es aktiviert automatisch das Default-Profil. Um ein Profil zu wechseln, genügt ein Mausklick auf das Tray-Icon, und schon ist der Computer neu konfiguriert.
Am einfachsten beschafft sich der Interessent das Programm mit einem Download aus dem Internet – das Windows-Installer-Paket ist nur 3,5 MByte groß. Die Installation ist völlig problemlos und in ein bis zwei Minuten erledigt.
Die grafische Schnittstelle ist angenehm und macht die Konfiguration der Profile sehr einfach. Mobile-Net-Switch funktioniert auf Windows-Systemen ab Windows-2000 bis zu Vista und künftig Windows 7.
[1] http://www.mobilenetswitch.com/
- 1. Seite: Test: Mobile-Net-Switch verbindet auf Knopfdruck Notebooks mit Netzwerken
- 2. Seite: Test: Mobile-Net-Switch verbindet auf Knopfdruck Notebooks mit Netzwerken (Fortsetzung)
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