Zwei Interfaces für Inline-Tests:
Alles für den Netzwerk-Alltag: Handheld-Tester von Psiber Data

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

10.03.2009

In dem Gigabit-Gerät »LanExpert« fasst Psiber Data Funktionen für Kabeltest, Paketanalyse und Traffic-Generierung zusammen. Das Gerät erkennt auch IPv6-Pakete etwa von Windows-Vista.

Spätestens mit Windows-Vista muss sich jeder Administrator mit IPv6 auseinandersetzen. Denn das Betriebssystem hat das Protokoll standardmäßig aktiviert. Dieser Verkehr lässt sich mit dem Gigabit-Tester »LanExpert [1]« von Psiber Data [2] erkennen. Mit dem Gerät bekommt der Administrator ein Instrument, um Fehler auf den verschiedenen Netzwerkebenen zu suchen. Als Kabeltester stellt das Gerät etwa die Länge eines Kabels fest. Weiter zeichnet das Gerät Pakete auf und liefert eine erste Analyse wie Top-Talkers. Als Traffic-Generator schickt das System Pakete ins Netz. Die Bedienung erfolgt über einen farbigen Touchscreen.

Der Handheld »LanExpert« von Psiber Data verfügt über zwei Gigabit-Ethernet-Interfaces für Inline-Tests.

Das Messgerät verfügt für Inline-Tests über zwei Gigabit-Ethernet-Interfaces. Darüber prüft es Links etwa auf die verfügbare Geschwindigkeit oder Voll-Duplex. Weiter zeigt es auf Ethernet-Ebene die empfangenen Pakete an. Es lassen sich Probleme erkennen wie doppelte IP-Adressen, unbeantwortete DNS-Anfragen oder TCP/IP-Verbindungsfehler.

Für gefundene Netzwerkgeräte zeigt der Handheld-Tester mit MAC- und IP-Adresse an. Außerdem lassen sich Netzwerk-Daten für VoIP wie Jitter, Paketverluste oder Gesamtlaufzeit (Round-Trip-Delay) ermitteln. Über eine Auswahl erfasst das Gerät nur gewünschte Protokolle.

Um die Leistungsfähigkeit eines Netzes zu überprüfen, erzeugt der Lanexpert Pakete. Dabei gibt der Administrator Datenrate, Auslastung und Paketgröße vor. Der Stresstest entspricht dem RFC 2544. Geht es nur um eine einzelne Netzwerkomponente wie einen Switch ist kein zweiter Lanexpert notwendig. Das Gerät sendet auf dem einen Interface und nutzt das andere zum Empfang.

Mittels Wiremap erkennt der Administrator etwa Kabelbrüche, Kurzschlüsse oder vertauschte Adern. Weiter lässt sich die Kabellänge messen. Mit Hilfe eines Tongenerators erkennt der IT-Verwalter ein bestimmtes Kabel. Oder das Gerät bringt die Port-LEDs zum Leuchten, an dem ein Patch-Kabel hängt. Bei PoE (Power-over-Ethernet) kann der Administrator die Leistungsaufnahme messen.

Über Ping beziehungsweise Trace überprüft der Administrator IP-Verbindungen. Außerdem authentifiziert sich das Gerät über 802.1x. Mittels MAC-Cloning bekommt das Gerät die gewünschte MAC-Adresse. Derzeit kann das Gerät noch keine IPv6-Pakete erzeugen. Die aufgezeichneten Pakete lassen sich auf einem USB-Flash speichern oder über das Netzwerk auf einem PC zur weiteren Auswertung herunterladen. Der Lanexpert soll im Juni für einen Preis von 2200 Euro kommen.

[1] http://www.psiberdata.com/produkte/Psiber_LanExpert.php
[2] http://www.psiberdata.com/

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