Dual-Band-Router für 802.11n:
Mehr Freiheit mit Dual-Band-WLAN bei 11n
Mehr und mehr Hersteller bringen Produkte für die lang erwartete 802.11n-Spezifikation auf den Markt. Der Standard bringt höhere Geschwindigkeit, größere Reichweite und mehr Zuverlässigkeit. Mit Dual-Band-Routern für 11n bekommt der Nutzer mehr Flexibilität, verschiedene Applikationen im WLAN zu betreiben.
Der afrikanische Elefant hat eine der längsten Tragezeiten alle Säugetiere: durchschnittlich 660 Tage. Die 11n-Arbeitsgruppe [1] des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) arbeitet an der Spezifikation schon mehr als 1800 Tage – oder fünf Jahre. Es hofft, eine endgültige Version Ende 2009 vorlegen zu können.
Der Dual-Band-Router »Airport Extreme« von Apple
Deshalb bauen die Router-Hersteller schon seit einigen Jahren nur Pre-N- oder Draft-N-Produkte zusammen. Tatsächlich gibt es inzwischen verschiedenste Varianten im Namen der Produkte, die auf eine enge Verknüpfung der Geräte mit dem 802.11n-Standard hinweisen. Natürlich behauptet keiner der Hersteller, bei seinen Produkten handle es sich um auf einen verabschiedeten Standard basierende Produkte. Diesen wird es ja erst Ende 2009 geben.
Alle Produkte verwenden den Draft 2.0. Denn für diesen gibt es eine Zertifizierung durch die Wi-Fi-Alliance, was wenigstens die Interoperabilität zwischen den Produkten gewährt. Alle Hersteller gehen davon aus, dass sich bestehende Draft-11n-Router per Software auf den finalen Standard aktualisieren lassen. Eine Garantie von ihnen gibt es dafür aber nicht. Mittlerweile haben die Hersteller begonnen, ihre Pre-11n-Routern für den Dual-Band zu erweitern.
802.11n ist besser und schneller ist als der aktuelle Standard 802.11g. Multiple-Input-Multiple-Output-Technik (MIMO) erlaubt einem Router, mehr Informationen gleichzeitig über verschiedene Antennen zu übertragen und die Daten zuverlässiger zu empfangen. Besser noch: Da der Router die ankommenden Datenströme der verschiedenen Antennen vergleichen kann, ist er in der Lage, fehlende Daten einzufügen, um zum korrekten Inhalt zu gelangen.
Der »Barricade N ProWireless Broadband Router« von SMC arbeitet als Single-Band-System nur im 2,4-GHz-Band.
Dabei gibt es noch einen angenehmen Seiteneffekt: Da der Router mit teilweise beschädigten oder unvollständigen Signalen arbeiten kann, lässt sich mit 11n eine größere Reichweite erzielen. Tatsächlich heißt es, 802.11n arbeite am Besten mit möglichst vielen Reflektionen.
Viele WLAN-Router arbeiteten bisher nur im 2,4-GHz-Band. Dort tummeln sich aber auch Mikrowellen, viele schnurlose Telefone, Baby-Monitore, Garagentor-Öffner oder ähnliches. Das führt zur Verringerung des Datendurchsatzes. Eine kaputte Mikrowelle kann ein WLAN sogar komplett lahm legen. Daher ist der Wechsel zu 5 GHz so interessant.
Von den in Deutschland verfügbaren 13 Kanälen im 2,4-GHz-Spektrum überlappen sich nur die Kanäle 1, 7 und 13 nicht. Im 5-GHz-Band sind es nicht nur drei sondern 19 Kanäle (24 in den USA). In den USA steht nämlich auch noch der Bereich von 5,725 bis 5,825 GHz zur Verfügung. In Deutschland dürfen den Bereich nur WLAN-Service-Provoder für Fixed-Broadband-Wireless-Access (FBWA) nutzen.
Die Brutto-Durchsatz-Rate liegt bei 11n derzeit bei 300 MBit/s. Das entspricht netto irgendwo um die 120 MBit/s. Es gibt aber auch schon erste Prototypen für 450 MBit/s brutto.
Eine Möglichkeit Dual-Band-802.11n zu nutzen, ist, alle normalen Vorgänge wie E-Mail, Surfing oder Chat im 2,4-GHz-Band auszuführen. Streaming erfolgt hingegen im 5-GHz-Band, also Video, Audio und Spiele. Aus diesem Grund gibt es aktuell nun auch 11n-Router mit Dual-Band. Zum Teil gibt es auch Geräte, die beide Geräte die beide Bänder simultan nutzen können.
Network Computing hat ein paar der ersten verfügbaren Dual-Band-802.11n-Router bereits getestet. Die Geräte, die wirklich beide Bänder simultan unterstützen, offenbarten zwar noch einige Mängel. Sie zeigten aber doch, wohin die Entwicklung geht.
In einem Vergleichstest hat Network Computing Dual-Band-Systeme »Airport Extreme [2]« von Apple [3], »RangeMax Dual Band Wireless-N WNDR3300 [4]« von Netgear [5], »Xtreme N Duo Media Router DIR-855 [6]« von D-Link [7] und »WRT610N [8]« von Linksys [9] untersucht. Diesen finden Sie morgen online bei Network Computing.
[1] http://www.ieee802.org/11/Reports/tgn_update.htm
[2] http://www.apple.com/de/airportextreme/
[3] http://www.apple.com/de
[4] http://www.netgear.com/Products/RoutersandGateways/RangeMaxWirelessNRoutersandGateways/WNDR3300.aspx
[5] http://www.netgear.de/
[6] http://www.dlink.de/?go=gNTyP9CgrdFOIC4AStFCF834mptYKO9ZTdvhLPG3yV3oWIF7gqltbNlwaaRp7jsuED2onGQTo48EAtv33qXnLUgVuOrd
[7] http://www.dlink.de/
[8] http://www-de.linksys.com/servlet/Satellite?c=L_Product_C2&childpagename=DE/Layout&cid=1175247523421&pagename=Linksys/Common/VisitorWrapper
[9] http://www-de.linksys.com/
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