Server-Systeme:
HP und Sun packen Solaris auf »Proliant«-Server
Eine strategische Zusammenarbeit auf dem Gebiet Server-Systemen haben Hewlett-Packard und Sun Microsystems vereinbart. Demnach wird HP Suns »Solaris«-Betriebssystem auf seinen Servern der Reihe »Proliant« und den Blade-Systemen anbieten.
Die Kooperation zwischen Sun Microsystems [1] und Hewlett-Packard [2] ist nach Angaben beider Firmen auf mehrere Jahre ausgelegt. HP wird Solaris 10 auf seine Server packen und auch den technischen Support dafür anbieten.
Solaris 10 wird auch auf Blade-Servern vonHP verfügbar sein (hier der BL2x220c).
Im Rahmen des OEM- und Support Abkommen wird Sun im Gegenzug strategischer Vertriebspartner für HP-Proliant-Systeme. Zudem wollen die beiden Firmen Solaris und die Server-Management-Software »Insight« auf Proliant-Servern integrieren.
Ein weiterer Punkt des Vertrages sieht vor, dass Hewlett-Packard künftig die Open-Source-Bewegung nachhaltiger unterstützt. So hat HP bereits zugesagt, im Rahmen der Open-Solaris-Community an der Entwicklung neuer Funktionen der Open-Source-Variante von Solaris mitzuarbeiten.
Die Kooperation zwischen HP und Sun kam insofern etwas überraschend, als beide Firmen im Unix- und x86-Server-Markt miteinander konkurrieren. Zwei Faktoren haben vermutlich dazu beigetragen, dass beide nun zusammenarbeiten: der schrumpfende Server-Markt und der gemeinsame »Feind« IBM.
Servermarkt schrumpft
Nach Angaben der Marktforschungsfirma IDC schrumpfte der weltweite Absatz von Server-Systemen im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 53,33 Milliarden Dollar. Dagegen stieg die Zahl der verkauften Geräte um 2 Prozent auf 8,1 Millionen Stück – ein Indiz dafür, dass der Preiskampf immer härter wird.
Alle Hersteller mussten 2008 Einbußen hinnehmen, Sun mit -8,4 Prozent (Umsatz: 5,377 Milliarden Dollar) jedoch den höchsten Rückgang unter den Top-5-Anbietern.
IBM belegte 2008 mit 16,988 Milliarden Dollar (-2,0 Prozent) den ersten Rang im Bereich Server-Systeme, knapp gefolgt von HP (15,751 Milliarden Dollar, -1,8 Prozent) und Dell (6,199 Milliarden Dollar, -1,0 Prozent). Sun kam vor Fujitsu-Siemens auf Platz vier.
[1] http://www.sun.de/
[2] http://www.hp.com/de
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