Schwierige Zusammenarbeit kostet Geld:
Die Top-5-Gründe für eine schlechte Kommunikation
Eine ineffiziente Gruppenkoordination gehört zu den fünf Top-Gründen, warum es in der Kommunikation von kleinen und mittelständischen Unternehmen hakt. Nach Studie von SIS International Research nehmen solche nicht gut gelösten Prozesse 40 Prozent der Zeit der Befragten in Anspruch.
Eine schlechte Kommunikation schafft Probleme. Diese zu lösen, kostet wiederum zusätzliche Zeit. In einer Umfrage von SIS International Research [1] haben 70 Prozent der interviewten Mitarbeiter angegeben, dass sie dies durchschnittlich 17,5 Stunden pro Woche kostet. Als Top-5 der Hindernisse nannten die Befragten ineffiziente Teamkoordination, Warten auf Informationen, Kundenreklamationen und komplizierte Zusammenarbeit mit Kollegen. An der Studie im Auftrag von Siemens Enterprise Communications [2] nahmen 512 Knowledge-Worker (Mitarbeiter für umfangreiche Aufgaben) auf Brasilien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Indien, Italien, Russland und den USA. Mit Knowledge-Workern sind Mitarbeiter gemeint, umfangreiche Aufgabenbeschreibungen besitzen. Die Untersuchung schätzt die Kosten, um Probleme durch Kommunikationshindernisse zu lösen, auf 26.041 Dollar pro Knowledge-Worker.
Kommunikationsprobleme führen nach einer Studie von SIS International Research im Mittelstand zu einem Produktionsrückgang. Dieser beträgt pro Mitarbeiter mit komplexeren Aufgaben (Knowledge-Worker) 26.041 Dollar pro Jahr.
Unerwünschte Kontaktaufnahmen über unwichtige Anrufe oder Nachrichten stellt für 77 Prozent der Interviewten das größte Problem dar. Sie kostet sie in der Woche etwa 2 Stunden. Dicht dahinter kommt mit 74 Prozent, dass Mitarbeiter 3,3 Stunden pro Woche dafür aufbringen, negatives Feedback von Kunden aufzunehmen. Meist ist der Grund, dass derjenige das Unternehmen nicht rechtzeitig erreicht hat.
68 Prozent der Befragten gaben an, dass die Abstimmung zwischen den Teammitglieder Schwierigkeiten macht. Als Konsequenz konnten die Interviewten nicht schnell genug auf Kundenanfragen reagieren. Mit dem Warten auf Informationen sind ebenfalls 68 Prozent beschäftigt. Die gewünschten Daten wurden dabei wiederholt und über unterschiedliche Wege nachgefragt.
Für 41 Prozent der Befragten hat eine Beseitigung der Kommunikationshindernisse eine sehr hohe bis höchste Priorität. Ab einer Mitarbeiterzahl von 20 steigt bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen deutlich die Bereitschaft, eine Lösung für ihre Probleme zu suchen.
Auch die Mobilität der Mitarbeiter macht diese bereit, sich mit entsprechenden Kommunikationslösungen auseinanderzusetzen. Dabei ordnen sich rund 50 Prozent der Befragten als mobile Kräfte ein. Davon sind 76 Prozent oft auf Dienstreisen, bei Kunden beziehungsweise Lieferanten oder auf Werbeveranstaltungen.
Interessanterweise gaben in dieser Umfrage 83 Prozent der Interviewten an, dass sie den Begriff Unified-Communications (UC) bereits gehört haben. In einer Studie von Cisco [3] spiegelt sich dagegen eine deutlich größere Unkenntnis wieder (Network Computing berichtete [4]). In der Belecon-Studie konnten zudem 62 Prozent einen UC-Anbieter nennen. Hier wurden Cisco, Microsoft und Siemens am häufigsten genannt.
Je größer die Unternehmen waren, desto mehr setzten sie in der Umfrage auch UC-Produkte ein. Dabei gab es einmal einen Sprung bei einer Größe von 20 Mitarbeitern und zum anderen bei 300 Mitarbeitern. Dennoch sind es rund 60 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen, die derzeit keine UC-Lösung einsetzen.
[1] http://www.sisinternational.com/
[2] http://www.siemens.de/open
[3] http://www.cisco.de
[4] cisco-studie-unified-communications-als-die-grosse-unbekannte
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