Lablog online: 11g-Acess-Point beschaffen und einrichten:
Aus dem Testlabor: Die Tücken des Alltags, ein Wireless-LAN einzurichten

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

26.02.2009

Es ist scheinbar ganz einfach, ein Wireless-LAN einzurichten: Access-Point bestellen, aufbauen und einrichten. Das Laborteam hat die Erfahrung gemacht, dass es auch ganz anders laufen kann.

Eigentlich geht es nur darum, einen Access-Point im Internet zu bestellen, diesen aufzustellen und einzurichten. Einzige Bedingung ist, dass es möglichst billig abgeht. Also bestellt das Laborpersonal im Internet den Access-Point (AP) »TL-WA501G [1]« von TP-Link [2]. Da es vor allem um den drahtlosen Internetzugriff geht, und kein Streaming von Multimedia-Dateien, ist ein AP für 802.11g ausreichend. Einzige wichtige Anforderung ist, dass er für die Sicherheit WPA2-PSK (Wi-Fi-Protected-Access-2-Preshared-Keys) unterstützt. Da kein Radius-Server zur Verfügung steht, soll die PSK-Version zum Einsatz kommen. Der Internet-Versand liefert prompt.

Der 11g-Access-Point »TL-WA501G« von TP-Link

Allerdings macht sich nach der ersten Freude Ernüchterung breit, als sich der AP nicht konfigurieren lässt. Was war passiert? Über ein Netzwerkkabel verband das Laborteam den AP mit einem Laptop. Zwar kommt die physikalische Verbindung zu stande, aber der integrierte DHCP-Server liefert keine IP-Adresse. Eigentlich ist noch nicht unbedingt ein Problem, denn der Hersteller hat ja die eingestellte IP-Adresse des APs angegeben.

Aber auch nach einer manuellen Konfiguration des Laptops mit einer passenden IP-Adresse lässt sich das Interface über den Web-Browser nicht aufrufen. Daher schickt Network Computing den AP an den Internet-Händler zurück. Die Service-Abteilung bestätigt den Defekt und stellt eine Gutschrift aus. Leider ist die Lieferzeit für einen anderen WA501G unbekannt.

Das Laborteam entscheidet sich daher in der Preisstufe einen Schritt nach oben zu gehen und ordert bei dem gleichen Händler einen 11g-AP »EW-7209APg [3]« von Edimax [4]. Die Ausstattung ist etwas umfangreicher als die des APs von TP-Link. So besitzt der Edimax etwa einen Switch mit vier Ports und einen integrierten Radius-Server.

Der 11g-Access-Point »EW-7209APg« von Edimax

Doch auch hier wird die Vorfreude getrübt. Diesmal funktioniert der Switch des APs nicht: Er erkennt nicht, dass ein Kabel eingesteckt ist. Wieder galt es, den AP einzupacken, zurückzuschicken und nachzuhaken. Auch diesmal erfolgt eine Gutschrift ohne Probleme.

Nach den Erfahrungen beschleicht das Laborteam der Verdacht, es sei doch sinnvoller etwas mehr Geld auszugeben. Daher bestellt es nun einen »DWL-G700AP [5]« von D-Link [6]. Diesmal geht alles glatt. Der AP kommt und geht. D-Link liefert sogar ein einfaches Programm mit, über den sich die WLAN-Parameter wie SSID (Service-Set-ID) und Verschlüsselung einstellen lassen. Der Laptop findet das WLAN, der PSK wird eingetragen und die drahtlose Verbindung steht. Auch das Web-Interface lässt sich aufrufen.

Als das Laborpersonal nun versucht, den AP über das LAN zu konfigurieren, kommt keine Verbindung zu stande. Ein Blick auf die Netzwerk-Konfiguration des Laptops zeigt dann das Problem: Das Konfigurationsprogramm hat eine zur ursprünglichen IP-Adresse des APs passenden Wert eingetragen. Allerdings verwenden das LAN, und jetzt auch der AP, ein anderes IP-Subnetz. Nach der Anpassung der Laptop-IP geht alles wie gewünscht.

Der 11g-Access-Point »DWL-G700AP« von D-Link

Den neuen AP nimmt das Laborteam zum Anlass auch den Intel-WLAN-Treiber des Laptops für 802.11a/b/g zu aktualisieren. Leider geht anschließend nichts mehr. Der Rechner findet zwar den D-Link-AP, kann sich aber nicht anmelden. Schließlich kommt das Laborteam auf die Idee, den Intel-WLAN-Treiber zu deinstallieren und neu zu installieren, aber mit einem Unterschied: Die Option für die Voranmeldung wird deaktiviert. Diese erlaubt es, dem Laptop eine WLAN-Verbindung aufzubauen, damit sich der Anwender an einem Windows-Netzwerk angemelden kann. Nun bekommt der mobile Rechner wieder seine Verbindung und das Symbol für Intels WLAN-Verbindungsanzeige leuchtet erfreuchlich schön grün.

[1] http://www.tp-link.com/products/product_des.asp?id=36
[2] http://www.tp-link.com/
[3] http://www.edimax-de.eu/de/produce_detail.php?pd_id=19&pl1_id=1&pl2_id=5
[4] http://www.edimax-de.eu/de/index.php
[5] http://www.dlink.de/?go=gNTyP9CgrdFOIC4AStFCF834mptYKO9ZTdvhLPG3yV3oVI9+gKltbNlwaaFp6DQoHDrqzCdD/IgNAds=
[6] http://www.dlink.de/

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