Mit Datendeduplizierung:
CeBIT: 1000 und eine Redundanz für Disk-Archiv bei Fast LTA
Ganz auf Langzeitarchivierung ausgerichtet hat Fast LTA ihre Festplatten-System »Silent Cubes«. Festplatten von verschiedenen Herstellern in einem System sollen vermeiden, dass etwa Firmware-Fehler eines Anbieters zu Datenverlusten führen.
Neben optischen Medien und Magnet-Bändern für die Langzeitarchivierung kommen auch Festplattensysteme mit spezieller WORM-Software (Write-Once-Read-Many) zum Einsatz. Fast LTA [1] verwendet nun kein normales Storage-System, sondern hat mit »Silent Cubes [2]« ein eigenes System speziell für die langfristige Sicherung entwickelt. Dabei setzt der Anbieter in einer Einheit Disks von drei verschiedenen Herstellern ein. So soll ein Datenverlust vermieden werden, falls es Probleme bei einem Hersteller gibt. Dies können etwa Firmware-Fehler oder Produktionsmängel in einer Serie sein. Als Zugang (Head-Unit) zu den Silent-Cubes kommt ein NAS-System zum Einsatz, das auch als Cache dient. Die »Cube Manager«-Software verteilt die im Cache liegenden Daten auf die Langzeit-Speicher.
Bis zu 8 Terabyte netto fasst ein »Silent Cube« von Fast LTA für die Langzeitarchivierung per Festplatte.
Dank eines virtuellen Dateisystems erscheinen die Head-Unit und die Silent-Cubes-Speicher-Einheiten als ein Speicher nach außen. Die Head-Unit besitzt 1 Terabyte als lokalen Cache (zweimal 1 Terabyte mit Plattenspiegelung). Sie komprimiert die Daten und führt eine Datenduplizierung durch, bevor diese in den Silent-Cubes abgelegt werden. Für eine höhere Sicherheit erfolgt eine lokale Replizierung auf ein anderes System. Bei Bedarf lassen sich die Daten remote auf Silent-Cubes an anderen Standorten spiegeln. Zu jeder Datenablage erzeugt die Lösung eine digital signierte Quittung.
Fast LTA hat Silent-Cubes als Content-Adressed-Storage (CAS) aufgebaut. Die dabei verwendete Hash-Codierung soll eine falsche Datenzuweisung verhindern. Alle Daten, lokal und remote, sind mittels AES verschlüsselt.
Die Silent-Cubes-Einheiten gibt es mit 6 oder 12 Terabyte. Netto stehen aus Redundanzgründen dabei 4 beziehungsweise 8 Terabyte zur Verfügung. Per Gigabit-Ethernet steht jede Cube mit der Head-Unit in Verbindung. Im Ruhezustand liegt der Speicherverbrauch bei 2 Watt. Zwei Einheiten passen zusammen in ein Rack. Ein regelmäßiges, selbständiges Audit der gespeicherten Daten soll Hardware-Probleme rechtzeitig erkennen.
[1] http://www.fast-lta.de/
[2] http://www.fast-lta.de/de/silentcubes/index.php
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