Client-Betriebssysteme: Windows:
Welche Features Windows 7 für Profi-Anwender bietet
Bei der Berichterstattung über Windows 7 stehen meist die Funktionen für »Otto Normalanwender« im Mittelpunkt. Dabei gibt es auch einige Verbesserungen, von denen gerade Unternehmen profitieren. Dazu gehören sichere Remote-Verbindungen ohne VPN, die Verschlüsselung externer Geräte und eine einheitliche Suchfunktion.
Nachdem Microsoft [1] mit Windows Vista nur bei etwa 10 Prozent der Business-Kunden landen konnte, soll Windows 7 gerade Unternehmen mit einer Reihe von Funktionsverbesserungen umschmeicheln und die Fehler der Vergangenheit auswetzen. Dass aber viele der Verbesserungen wie »Direct Access« und »Branch Cache« nur dann (voll) genutzt werden können, wenn parallel dazu Windows Server 2008 R2 verwendet wird, hat schon eine Reihe von Kritikern auf den Plan gerufen.
Viele Verbesserungen, die Windows 7 bringt, verstecken sich unter der "aufgehübschten" Benutzeroberfläche.
Ein näherer Blick auf die Erweiterungen, die Windows 7 bietet, lohnt sich aber dennoch. Denn darunter finden sich etliche Funktionen, die Anwender bei Vista schmerzlich vermisst haben.
Sicherer Remote-Zugriff ohne VPN
Da ist zunächst die Direct-Access-Funktion. Sie erlaubt es Außendienstlern, auf das Unternehmensnetzwerk zuzugreifen, ohne ein Virtual Private Network (VPN) nutzen zu müssen.
Die Sicherheit soll aber dennoch nicht zu kurz kommen, und zwar dank Windows Server 2008 R2, der das IPv6-Protokoll nutzt.
IPv6 verschlüsselt die Daten automatisch, wenn sie über das Internet geschickt werden. Direct Access ist damit eine große Erleichterung für Administratoren, speziell für solche, die mobile Geräte wie Notebooks in das Unternehmensnetzwerk einbinden müssen.
Zwischenspeichern von Großdateien
Eine weitere Neuigkeit ist Branch-Cache, das ebenfalls den Einsatz von Windows Server 2008 R2 erfordert. Die Funktion es Mitarbeitern in Zweigstellen erleichtern, auf große Dateien in der Zentrale zuzugreifen.
Diese Daten werden lokal zwischenspeichert, wenn sie bereits einmal extern verwendet wurden. Die Administratoren in den Zweigstellen können dafür auf den Desktop-Rechnern eine Partition für Caches anlegen.
Ein Vorteil ist, dass auf solche oft genutzten Dateien schneller zugegriffen werden kann. Zudem wird die Datenleitung zur Zentrale weniger stark belastet.
Branch-Cache unterstützt die Protokolle HTTP, HTTPS und SMB (File-Server).
Suchfunktionen zusammengefasst
Keine Neuheit im eigentlichen Sinne, aber eine Vereinfachung ist die Zusammenfassung der Suchfunktionen. Bisher sind Web-Suche, Desktop-Suche und die Suche nach unternehmensinternen Dateien mittels Sharepoint getrennt.
Auch die Powershell, ein Werkzeug für arrivierte Windows-User und IT-Manager, darf bei Windows 7 nicht fehlen.
Der Nutzer muss daher nötigenfalls bis zu drei unterschiedliche Suchfunktionen aufrufen. Jetzt sollen alle drei zu einer »Federated Search« zusammengefasst werden.
Externe Festplatten und Speicher-Sticks verschlüsseln
Erweitert wird die Bitlocker-Funktion. Sie erlaubt es, Festplatten zu verschlüsseln.
Viele Verbesserungen, die Windows 7 bringt, verstecken sich unter der "aufgehübschten" Oberfläch
Bei Windows 7 können mit »Bitlocker to Go« jetzt auch externe Harddisks und USB-Sticks geschützt werden. Gerade bei diesen Geräten ist das Sicherheitsrisiko hoch, wenn die Daten nicht verschlüsselt werden. Denn ein kleiner USB-Stick geht nun einmal viel schneller verloren als ein Notebook.
Unerwünschte Anwendungen draußen halten
Ähnlich wie der Bitlocker funktioniert »Applocker«. Diese Applikation soll verhindern, dass unerwünschte Anwendungen ins Unternehmen eingeschleppt werden.
Aus Sicherheitsgründen drängt Microsoft darauf, dass auch selbsternannten Power-Usern keine Administratoren-Rechte mehr eingeräumt werden.
Sollte sich das nicht umgehen lassen, sorgt Applocker wenigstens dafür, dass nur bestimmte Anwendungen auf den Unternehmens-Desktops installiert werden können und verdächtige Software draußen bleibt.
[1] http://www.microsoft.com/de/de/default.aspx
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