Spare-Disk für Ausfallsicherheit:
CeBIT: Kleine Datenzentrale von Qnap fasst 16 Terabyte

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

19.02.2009

Über acht Laufwerkseinschübe fasst der Server »TS-809 Pro Turbo NAS« bis zu 16 Terabyte an Daten. Das System stellt auch iSCSI-Targets zur Verfügung und bietet Laufwerksverschlüsselung mit AES (256 Bit).

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Als kleines Speichersystem für den Unternehmenseinsatz bringt der »TS-809 Pro Turbo NAS [1]« von Qnap [2] alles mit. Acht Einschübe nehmen bis zu 16 Terabyte an Daten auf. Die Einheit arbeitet nicht nur als Datei-Server, sondern stellt auch iSCSI-Targets mit Thin-Provisioning bereit. Dies bedeutet, dass nicht sofort die gesamte Kapazität für das Target belegt wird, sondern dynamisch erweitert wird. Im laufenden Betrieb lassen sich Festplatten gegen andere mit mehr Kapazität austauschen (Online-Raid-Capactiy-Expansion). Außerdem kann der Administrator den Raid-Level dynamisch ändern (Online-Raid-Level-Migration). Mittels AES-256-Bit-Verschlüsselung sind die Laufwerke gegen Diebstahl geschützt. Ohne Schlüssel lässt sich eine gestohlene Platte nicht mehr lesen.

Der »TS-809 Pro Turbo NAS« von Qnap beherrscht Raid 5 + Spare. Dadurch kann er beim Ausfall einer Platte automatisch einen Rebuild vornehmen.

Der TS-809 beherrscht die Raid-Level 0, 1, 5, 6 und 5 + Spare. Bei letzterem nimmt ein Schacht eine Festplatte als Spare aus, die nicht genutzt wird. Fällt eine Disk aus, nutzt der Server die Spare-Platte, um die defekte Einheit zu ersetzen. Bei Raid 6 können auch zwei Festplatten nacheinander ausfallen. Dies kann typischerweise bei einem Rebuild geschehen, wenn alle Platte einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Natürlich lassen sich auch alle Disk als JBOD (Just-a-Bunch-of-Disks) nutzen.

Da die Festplatten vertikal eingebaut werden, soll die Kühlung der Disk leichter sein. Zwei Gigabit-Interfaces nutzt der Administrator für Failover, Load-Balancing oder für mehrere IP-Adressen. Damit kann das System etwa in zwei verschiedenen IP-Subnetzen arbeiten. In der Komponente arbeitet ein Intel-Core-2-Duo-Prozessor mit 2 Gigabyte RAM. Außerdem gibt es Version mit redundanter Stromversorgung.

Um Energie zu sparen, können die Festplatten nach einer bestimmten Zeit in einen Stand-by-Modus gehen. Durch zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten läuft der NAS-Server auch nur zu den Bürozeiten. UPS-Unterstützung hilft das System gegen einen Stromausfall abzusichern.

Für alle seine Server der Turbo-NAS-Serie gibt es jetzt mit der aktuellen Firmware ein Web-Interface auf der Basis von Ajax. Dadurch sieht der Administrator den Zustand des Servers immer aktuell. Außerdem gibt es jetzt den »all-in-one XDove«-Mailserver, den Ajaxexplorer oder Bonjour-Networking. Dahinter verbirgt sich Apples »Zeroconf« für automatische Netzwerkkonfigurationen.

Neben dem TS-809 gibt es auf der CeBIT 2009 auch die NAS-Systeme »TS-439 Pro [3]« und »TS-639 Pro [4]« mit Intels Atom-Prozessor zu sehen. Außerdem zeigt der Hersteller den Netzwerk-Videorekorder (NVP) »VioStor-5012« (12 Kanäle) sowie »VioStor-5020« (20 Kanäle). Qnap ist auf der CeBIT in Halle 19 (Stand D13).

[1] http://www.qnap.com/de/pro_detail_feature.asp?p_id=109
[2] http://www.qnap.com/de/
[3] http://www.qnap.com/de/pro_detail_feature.asp?p_id=110
[4] http://www.qnap.com/de/pro_detail_feature.asp?p_id=108

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