Nur noch drei statt 60 Images:
Igel vereinfacht ihre Thin-Clients mit der »Universal Desktop«-Serie

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

27.01.2009

Der Thin-Client-Hersteller Igel baut mit der Serie »Universal Desktop« (UD) seine Produktpalette komplett um. Für die sieben UD-Modelle gibt es künftig nur noch drei Images mit den Betriebssystemen. Alle Funktionen sind dort vorhanden und je nach Paket freigeschaltet.

Mit ihrer Universal-Desktop-Linie geht der Thin-Client-Hersteller Igel [1] neue Wege. Anstatt für jede mögliche Variante ein eigenes Images zu haben, gibt es künftig drei Varianten für Linux, Windows-CE 6.0 und »Windows embedded Standard 2009«. Dem gegenüber stehen 7 verschiedene Universal-Desktop-Modelle. Auf diesen Hardware-Plattformen laufen alle Images. Die Software-Ausstattung gibt es in drei Stufen: »Entry«, »Standard« und »Advanced«. Dies erleichtert einmal dem Anwender die Modellauswahl. Er muss sich für eine Hardware, ein Betriebsystem und ein Anwendungspaket entscheiden. Für Igel vereinfacht sich die Entwicklung, weil sie nur noch drei anstatt 60 Images wie bisher pflegen müssen.

Bei den Thin-Clients »Universal Desktop« von Igel gibt es nur noch drei Images für die Betriebssysteme Linux, Windows-CE 6.0 und »Windows embedded Standard 2009«.

Das Entry-Paket enthält unter anderem einen RDP- und einen ICA-Client sowie eine Java-Virtual-Machine (JVM). Im Standard-Paket kommen Terminal-, Virtualisierungs-Unterstützung oder Web-Browser dazu. Zum Advanced-Paket gehört die Unterstützung des NX-Protokolls, Igel-Digital-Virtualization-Funktionen oder SAP-Zugriff. Bei der Linux-Variante kommt nun der Kernel 2.6 statt 2.4 zum Einsatz. Ersterer hat eine breitere Treiber-Unterstützung.

Bei Updates aktualisiert die Management-Software von Igel beim Client-Image nur geänderte und auch mit dem gekauften Paket genutzte Bereiche. Damit muss nicht das komplette Image übertragen werden. Bei Filialen muss nur ein UD-Gerät remote die Änderungen bekommen. Für alle anderen UD-Thin-Clients dort dient dieser dann als FTP-Server. Künftig soll die Freischaltung von Funktionen in den Manager integriert werden.

Die einzelnen UD-Reihen unterscheiden sich in der Prozessor- und Peripherieausstattung. Die Geräte besitzen bis zu sechs USB-Ports, Audio-Ein- und -Ausgänge sowie mindesten einen DVI-Ausgang. Mit einem Y-Videokabel lassen auch zwei Bildschirme anschließen. UD5 besitzt direkt einen zweiten DVI-Anschluss. UD3 und UD5 kommen mit einem integrierten Smartcard-Reader. Außerdem gibt es Erweiterungen für Wireless-LAN und serielle beziehungsweise parallele Schnittstelle.

Die ehemaligen Compact-Geräte lassen über ein Upgrade-Kit auf die Software bringen. Für alle bisherigen Igel-Thin-Clients gibt der Hersteller noch drei Jahre Support.

[1] http://www.igel.de/

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