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Aus dem Testlabor: Linux-PXE-Server für Restore mit »True Image« bereitstellen

von Andreas Stolzenberger (ast@nwc.de), Werner Veith

20.01.2009

Mit einem Linux-PXE-Server lassen sich True-Image-Rescue-CDs auch auf Rechnern ohne ein CD-/DVD-Laufwerk zurücksichern. Damit sind Nutzer dafür nicht auf die professionellen Acronis-Produkte angewiesen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Viele Administratoren setzen Disk-Image-Programme von Acronis [1] ein, um PCs, Server und Notebooks zu sichern. Die »True Image«-Produkte können dabei eine Rescue-CD für das Bare-Metal-Restore erstellen. Gibt die Platte eines gesicherten PCs den Geist auf, kann der Verwalter den Computer mit einer neuen, leeren Disk von der CD starten und das Image-Backup vom Netzwerk zurückspielen.

Mit »True Image Echo Workstation« von Acronis lassen sich PCs im LAN zentral sichern und wieder zurückspielen.

Verschiedene Büro-PCs, Server oder ultrakompakte Notebooks haben kein eigenes CD-/DVD-Laufwerk. Hier müsste der Verwalter ein externes USB-Laufwerk anbinden. Es funktioniert aber auch gänzlich ohne optisches Laufwerk: via DHCP und PXE-Boot.

Die professionellen Acronis-Tools für das Deployment bringen ihren eigenen PXE-Server mit. Dieser fehlt bei den simplen True-Image-Produkten. Ein DHCP-/PXE-Dienst lässt sich unter Linux jedoch mit sehr simplen Mitteln aufsetzen.

Ein solcher Open-Source-PXE-Server kann neben Live-Linux oder Linux-Installationen aber auch die Acronis-Rescue-Software starten, da es sich dabei auch nur um ein Linux-Live-System handelt.

Dazu muss der Administrator über das True-Image-Programm zunächst eine Rescue-CD oder ein ISO-Image erstellen. Von dieser CD benötigt der Verwalter dann lediglich zwei Dateien, »kernel.dat« und »ramdisk.dat«. Die beiden Dateien kommen in das TFTP-Root-Verzeichnis. Bei einem Ubuntu-Server ist dies in der Regel »/var/lib/tftpboot«, bei einer Redhat-Distribution »/tftproot«. Das darin enthaltene Unterverzeichnis »pxelinux.cfg« enthält die Menüdatei »default«.

Dort trägt der Verwalter folgende Zeilen ein:

[code]

LABEL acronis

KERNEL kernel.dat

APPEND initrd=ramdisk.dat vga=791 ramdisk_size=32768 acpi=off quiet noapic

[/code]

Nach dem Start des PXE-Loaders kann der Verwalter nun am Prompt »acronis« eintippen und der Rechner startet das Rescue-System.

[1] http://www.acronis.de/

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