Kundenkommunikation schneller und effizienter und erfolgreicher abwickeln:
Thema der Woche: Automatische Brieferstellung mit Kundendaten, Teil 3

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de), Christian Raum

19.01.2009

Die Echtzeitgenerierung von Dokumenten soll die Korrespondenz mit Kunden verbessern und die Prozesse im Unternehmen beschleunigen. Das Versprechen der Hersteller ist es, die Produktivität zu erhöhen und die Corporate-Identity sicherzustellen. Damit soll sich die Qualität der Kundenansprache insgesamt verbessern.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 4)

Network Computing befragte Aia Software [1], Assentis [2], EMC [3], Group1 Software [4], Hewlett-Packard [5], Icon [6], Pallas Athena [7] und Streamserver [8] über ihre Lösungen zur automatischen Dokumentenerstellung. Lesen Sie im Folgenden den dritten Teil der Aussagen. Der erste [9] und der zweite [10] Abschnitt stehen bereit. Die Statements erschienen auch in den IT-Solutions Output 4/2008, S. 10ff.

Network Computing: Für welche Aufgaben innerhalb der Dokumentenerstellung und des Output-Systems ist Ihre Lösung konzipiert?

Uwe Seltmann, Geschäftsführer Icon Systemhaus

Uwe Seltmann, Geschäftsführer Icon Systemhaus: »Die Dope-Suite ist als unternehmensweite, einheitliche Lösung für große Kunden konzipiert. Sie deckt alle Aufgaben der Dokumentenerstellung vom interaktiven Individualdokument über Formularverarbeitung, automatische Hintergrundverarbeitung, Web-Presentment bis hin zur Batch-Massenproduktion ab. Durch das neu hinzu gekommene Modul Dope/Mobile gilt dies seit 2008 auch für Offline-Clients im Außendienst.«

Johannes Gitsioudis, Produkt-Manager Modus-Suite, Pallas Athena: »Die Modus-Suite ist für alle Aufgaben eines modernen Korrespondenzsystems sowohl für die Batch- als auch für die Online-Dokumenterstellung konzipiert. Das Produkt bildet alle Prozesse im Bereich der Datenbeschaffung, der Dokumentgenerierung und des Output-Managements ab. Um die Korrespondenzerstellung an den Geschäftsprozess anzupassen, existiert auch ein eigener Prozessdesigner.«

Network Computing: Welches sind die drei Schlüsselprozesse, die Ihr Unternehmen im System abgebildet hat?

Johannes Gitsioudis, Produkt-Manager Modus-Suite, Pallas Athena Germany

Gitsioudis: »Dazu gehören die Datensammlung aus beliebigen Datenquellen, personalisierte und dynamische Dokumenterstellung und flexibles Output-Management über alle Ausgabekanäle hinweg. Nur wer diese drei Prozesse umfassend unterstützt, ist in der Lage, den heutigen Anforderungen der Korrespondenzerstellung gerecht zu werden.«

Wolfram Priebsch, Director Consulting & Solution Central Europe, Streamserve: »Anwender können Geschäftsprozesse unterstützen, in denen Massen- oder individuelle Kundenkorrespondenz eine wichtige Rolle spielen. Finanzdienstleister haben die Möglichkeit, Kontoauszüge mit individuellen Marketingbotschaften zu versenden. In der Logistik unterstützt unser Produkt den Ablauf von Lieferprozessen, so dass Lieferpapiere und Labels zur richtigen Zeit am richtigen Ort erscheinen.«

Network Computing: Welche Prozesse können die Kunden abbilden, die für sie zuvor aus technischen oder finanziellen Gründen nicht möglich waren?

Wolfram Priebsch, Director Consulting & Solution Central Europe, Streamserve

Priebsch: »Mitarbeiter, die an einem Dokumenten-Template Änderungen vornehmen wollten, mussten dieses früher an verschiedenen Stellen tun. Heute verwalten und pflegen sie alle Dokumente zentral. Fachabteilungen kombinieren Dokumente mit bestehenden Layout-Vorlagen, Text- und Grafikelementen. Mit der Lösung können Unternehmen individuelle Informationen einfügen oder gesetzliche Änderungen übernehmen.«

Jochen Razum, Geschäftsführer der Group 1 Software: »In vielen Unternehmen existieren immer noch auf Cobol basierende Prozesse zur Bewirtschaftung von Daten. Durch den Einsatz der Group-1-Lösung lassen sich diese schwer wartbaren und auf Großrechner fokussierten Prozesse auf eine zeitgemäße und wirtschaftlichere Lösung umstellen. Gleiches gilt für die häufig in Hostanwendungen realisierten Prozesse zur Dokumentenaufbereitung.«

Network Computing: Wie hoch sehen Sie den Aufwand für die Anbindung an die Standardapplikationen der Kunden wie CRM, ERP oder an das Office-Paket einerseits und an die Output-Infrastruktur andererseits?

Stefan Weiß-Weber, Pre-Sales-Manager CM & A, EMC Deutschland

Stefan Weiß-Weber, Pre-Sales-Manager CM & A, EMC Deutschland: »Durch die konsequente Verwendung einer SOA-Architektur (Service-Oriented-Architecture) vereinfacht sich die Anbindung an Standardapplikationen deutlich. Dadurch lässt sich die Integration über zahlreiche Schnittstellen wie Web-Services, SOAP, XML, JMS und Xquery einfach realisieren. Office-Anwendungen sind bereits in den Design-Bereich sowie auch in den Nachbearbeitungsprozess integriert.«

Seltmann: »Auf der Applikationsseite unterstützt Dope sowohl API-Verbindungen auf allen Plattformen via TCP/IP oder MQ-Series. Auch Web-Services oder rein datenorientierte Schnittstellen sind möglich. Dabei werden XML-Formate inhaltlich bevorzugt. Dadurch wird die Anbindung mit sehr geringem Aufwand möglich. Auf der Ausgabeseite erzeugt Dope sämtliche im Markt relevanten Ausgabe- und Archivdatenströme.«

Network Computing: Ab wie vielen Arbeitsplätzen ist ein Einsatz Ihrer Lösung sinnvoll und wie rechnen Ihre Kunden einen ROI (Return-on-Investment) für die Systeme?

Jochen Razum, Geschäftsführer der Group 1 Software

Razum: »Bei kleinen Implementierungen liegt die Schwelle bei 25 bis 30 Benutzern, die je Tag fünf bis 30 personalisierte Dokumente erstellen. Diese unterliegen zudem besonderen Vorgaben an Inhalt und schematisierten Kombinationsmöglichkeiten. Der ROI (Return-of-Investement) rechnet sich über Parameter wie das höhere Volumen bei der gleichen Anzahl von Mitarbeitern.«

Gitsioudis: »Dies hängt ganz davon ab, wie komplex die Dokumente auf der einen Seite und wie relevant die Einhaltung von Compliance- und CI-Vorgaben (Corporate-Identity) andererseits sind. Auch bei weniger als zehn Arbeitsplätzen kann Modus die Effizienz und Qualität der Korrespondenzerstellung erhöhen. Dadurch hat sich die Investition nach kurzer Zeit amortisiert. Der ROI lässt sich nach Einführung an dem wesentlich höheren Korrespondenz-Durchsatz messen.«

[1] http://www.aia-itp.com/
[2] http://www.assentis.com/
[3] http://www.germany.emc.com/
[4] http://www.group1.de/
[5] http://www.hewlett-packard.de/
[6] http://www.icongmbh.de/
[7] http://www.pallas-athena.com/
[8] http://www.streamserve.com/de
[9] thema-der-woche-automatische-brieferstellung-mit-kundendaten-teil-1/
[10] thema-der-woche-automatische-brieferstellung-mit-kundendaten-teil-2/

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