Telekommunikation: Plattformen für TK-Endgeräte:
Googles »Android« soll auch bei Desktop-Telefonen zum Zuge kommen.
Eigentlich begann »Android« als Plattform für Smartphones – siehe T-Mobiles »G1«-Mobiltelefon. Nun soll die Software auch in Desktop-Telefonen eingesetzt werden.
Die Start-up-Firma Touch Revolution [1] aus Kalifornien zeigte auf dem Consumer Electronics Show (CES) die Geräteplattform »Nimble«. Das Telefon basiert auf Android und verfügt über einen Touchscreen mit einer Bilddiagonale von bis zu zehn Zoll. Der Benutzer steuert das Gerät also durch Berühren von Symbolen auf dem Bildschirm.
Ein Tischtelefon mit Touch-Screen: Das
Damit die Nimble-Geräte beispielsweise Kontakte und E-Mails synchronisieren können und auf der Anwendungsebene vielseitige Möglichkeiten bieten, baut Touch Revolution auf Android. Touch-Revolution-Gründer Mark Hamblin ist von den Qualitäten von Android überzeugt, »weil es ein solides, offenes Anwendungs-Framework ist, das für die Bedienung mittels berührungsempfindlicher Bildschirme und Connected-Services geschaffen wurde«.
Auf der CES zeigte die Firma ein Tischgerät auf Basis von Android mit einem sieben Zoll großen Display. Allerdings will Touch Revolution Nimble nicht unbedingt selbst auf den Markt bringen. Denkbar ist nach Angaben der Firma, dass Telekommunikationsfirmen Geräte unter eigenem Namen vermarkten, ähnlich wie das beispielsweise T-Mobile [2] oder Vodafone [3] mit den Smartphones von HTC [4] tun.
Hoffen auf Spezialanwendungen
Touch Revolution baut darauf, dass mit Android und dank der dahinter stehenden Community Tausende von Anwendungen zur Verfügung stehen, auch für spezielle Einsatzgebiete. Die Tischtelefone sollen eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln oder höher haben. Der Bedienkomfort soll dem eines »iPhone« von Apple [5] entsprechen.
Der Nutzer von Nimble soll, ähnlich wie bei Apples iPhone, Anwendungen durch Berühren der Icons starten.
Das Online-Portal Gizmodo [6] will erfahren haben, dass ein Desktop-Telefon auf Grundlage von Nimble bereits im September für etwa 300 Dollar angeboten werden soll.
Offen ist allerdings, ob solche Geräte eine Chance haben, klassische Telefone oder VoIP-Endgeräte zu verdrängen. Eine überdurchschnittliche Benutzerführung alleine wird nicht reichen, um speziell im Enterprise-Markt Fuß zu fassen. Eine Gefahr für Anbieter wie Cisco, Avaya, Grandstream oder Siemens Enterprise Communications dürfte Touch Revolution somit nicht werden.
[1] http://www.touchrev.com/
[2] http://www.t-mobile.de/
[3] http://www.vodafone.de/
[4] http://www.htc.com/
[5] http://www.apple.de/
[6] http://www.gizmodo.com/
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Die besten System-Tools für Android
Android erlaubt tiefe Eingriffe in das System – und viele Apps nutzen diese Möglichkeit, um die Leistung zu optimieren und dem Nutzer bei der Bedienung seines Smartphones zu helfen. Wir stellen die besten System-Tools für Android vor.
Zwölf Smartphone-Flatrates ab 20 Euro im Vergleich
Mit Yourfone von E-Plus kommt jetzt eine neue Günstig-Flat für Smartphones. Unsere Kollegen von der Connect haben den Neuling mit der etablierten Konkurrenz verglichen.
Ungarn führt Telefonsteuer ein
Weit weniger Spaß als bisher werden die Bürger Ungarns sicherlich künftig beim Telefonieren haben. Als Reaktion auf die Schuldenlast des Landes hat das Parlament die Einführung einer Telefonsteuer beschlossen.
Weitere Artikel
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
So sexy sind Deutschlands Bäuerinnen
Vor kurzem war es wieder soweit: Die Macher des Deutschen Bauernkalenders suchten nach den schönsten Botschafterinnen für die Landwirtschaft. Die ansprechendsten Bewerberinnen kamen zum Casting nach München und Hamburg. Wir zeigen Ihnen die besten Bilder der Vorauswahlen in unserer Bilderstrecke ...
Massenentlassungen bei HP geplant
Der Rückgang der PC-Nachfrage und die Zusammenlegung von PC-und Druckersparte haben einschneidende Konsequenzen für die Mitarbeiter von HP. Es sollen laut Medienberichten 30.000 Mitarbeiter entlassen werden.