Interesse da, aber Leidensdruck zu gering:
Unified-Communications-Studie: Wenige vollständige Implementierungen, aber viele Hindernisse
In einer Studie der Experton Group stimmen Unternehmen zu, dass eine effiziente Kommunikationsinfrastruktur zunehmend zum Erfolgsfaktor wird. Aber nur wenige haben bereits eine vollständige Unified-Communications-Lösung (UC) im Einsatz.
Unified-Communications (UC) ist derzeit eines der Schlagworte beziehungsweise Hypethemen in der ITK. Nahezu jeder Hersteller in diesem Bereich führt das Schlagwort in Bezug auf seine Produkte an. Eine Studie der Experton Group zum Thema UC zeigt jedoch, dass die Unternehmen mit der Implementierung noch lange nicht soweit sind. Lediglich 4 Prozent der befragten Firmen hat alle Kommunikationsmittel vollständig integriert beziehungsweise nutzt sie über ein Tool. Bei 35 Prozent ist dies teilweise erfolgt. Aber 63 Prozent arbeiten mit vollständig getrennten Tools.
Unfied-Communications-Studie (UC) der Experton Group: Ziele, die Unternehmen mit einer
Einführung von UC verbinden
Dabei stimmen die Befragten deutlich der Aussage zu, dass eine effiziente Kommunikationsinfrastruktur zunehmend zum Erfolgsfaktor wird. Auch bewerten die Interviewten, die Vielzahl an Kommunikationskanälen wie E-Mai, Fax oder Telefon als Herausforderung. Technische Komplexität der Lösungen und Mitarbeitermotivation sind klare Hindernisse bei einer Einführung. Ein Durchbruch für UC erwartet Experton ab dem Jahr 2008.
Interessanterweise geben 69,1 Prozent an, dass es mit der UC-Einführung Verbesserungen finanzielle und sonstige Verbesserungen gegeben hat. Lediglich 5,5 Prozent haben hinterher keinen Nutzen gesehen. Trotzdem ist es genau der nicht quantifizierbare Nutzen, der Unternehmen von einer UC-Implementierung abhält. Auch die Höhe der Investitionen für Lösungen, die derzeit auf dem Markt ist ein Grund.
Dies zeigt auch, dass UC-Lösungen einen hohen Beratungsbedarf haben. Dabei ist es oft schwer den Nutzen zu bewerten, wenn die Unternehmen gar nicht sagen können, was sie ihre TK im Moment kostet. Nach Erfahrungen von Computacenter lassen sich Unternehmen auch durch sehr günstige herkömmliche TK-Anlagen-Angebote von einer UC-Einführung abhalten.
Auch der Leidensdruck spielt eine Rolle. Bei kleineren Unternehmen ist dieser derzeit nicht so, bei größeren schon eher. Zu den Schwierigkeiten gehören einmal Zeitverzögerungen. Diese entstehen, wenn der Anwender auf eine Antwort wartet, obwohl die gewünschte Person gar nicht verfügbar ist. Auch Leerläufe auf Grund ungleichem Informationsstand sind ein Problem.
Interessanten an einer UC-Lösung haben eine Reihe von Erwartungen an eine Einführung. Dazu gehören kürzere Reaktionszeiten, Beschleunigung von Geschäftsprozessen, bessere Erreichbarkeit oder Informationsflut besser bewältigen.
Für die Studie befragte Experton im Zeitraum Juni bis September 2008 321 Unternehmen in Deutschland. Davon hatten mit 63 Prozent mehr als 200 Mitarbeiter. 58 Prozent der Befragten hatten ein IT-Hintergrund, 40 Prozent hatten Business- oder Vorstandsfunktionen und TK-Leiter waren mit 2 Prozent vertreten.
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