Google Street View zeigt den wahren Menschen:
Lazy Friday: »Komm ich jetzt im Internet?«

von Dr. Matthias Hell

14.11.2008

Während die holsteinische Gemeinde Molfsee mit rechtlichen Mitteln gegen Googles Navigationsdienst Street View vorgeht, versammeln sich in den USA ganze Menschenmengen, um von Google fotografiert zu werden. Sehen Sie diese Woche zum »Lazy Friday« eine Auswahl der kuriosesten Aufnahmen aus Google Street View.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 7)

Pittsburgh wirft sich in Pose

So verschieden sind die Mentalitäten zwischen alter und neuer Welt: Als Googles [1] Navigationsdienst Street View in diesem Sommer begann, auch in Deutschland Straßenzüge abzufotografieren, wehrte sich die Gemeinde Molfsee in Schleswig-Holstein mit rechtlichen Mitteln gegen die Kamera-Autos des Internetkonzerns. Das Resultat: Google hat bis zum Jahresende alle Street View-Aktivitäten in dem nördlichen Bundesland gestoppt.

Willkommen im Grusel-Haus

Rund um Halloween hat in Amerika ja alles Gruselige Hochkonjunktur, so auch dieses mit aufblasbaren Geisterbahn-Monstern geschmückte Haus. Passenderweise steht das Gebäude auch in Easthampton/Massachusetts in der Adams Street – ob dort auch die »Addam’s Family« wohnt?

High Noon

Eigentlich ist Providence/Connecticut ja ein beschauliches amerikanisches Städtchen. Doch irgendein Grund muss diese Ansammlung von Polizeiautos ja verursacht haben – vielleicht eine gemeinsame Kaffeepause?

Gewalttätige USA

Der Sachverhalt ist ja sonnenklar: Die USA sind das prüdeste Land in der westlichen Hemisphäre. Damit die züchtigen Hollywood-Filme nun nicht ganz langweilig sind, werden diese mit Gewaltdarstellungen vollgepackt.

Noch mehr Gewalt, dieses Mal »Asian Style«

Hobbies gibt es ja viele, zum Beispiel Fliegenfischen, Briefmarkensammeln und Origamis falten. Doch manche Menschen wollen es ein bisschen körperbetonter und spannungsgeladener – wie diese beiden Samurai-Schwertkämpfer, die Google vor die Linse liefen.

Wer sein Flugzeug liebt...

»Wer sein Auto liebt, der schiebt«, meint der Volksmund. Entwickelt man nun ähnliche Gefühle für ein ausgewachsenes Linienflugzeug, so bietet sich der Transportweg auf der Schiene an, wie hier in Seattle beobachtet.

Invasion der Monster-Hummer

»King Kong« für Feinschmecker: Vor einem Seafood-Restaurant im südaustralischen Strandflecken Kingston lockt ein überdimensionaler Hummer die Fans von Krustentieren an. Das Riesentier zu fangen, war sicherlich nicht besonders einfach!

Europa zeigt Google den Finger

Eigentlich sind die Spanier ja ein herzliches und offenes Völkchen. Doch stößt auch hier Google Street View offensichtlich nicht bei jedem auf spontane Gegenliebe. Ziemlich deutlich hat dieser Vespa-Fahrer in Barcelona seiner Einstellung zu dem Google-Service Ausdruck verliehen.

Barcelona Burning

Überhaupt scheint es in der katalanischen Metropole hoch herzugehen: Das Google-Kameraauto fotografierte unweit der Gaudì-Kirche Sagrada Familia diesen Hausbrand.

»Vous êtes en arrêt«

Die Franzosen fühlen sich den Amerikanern gerne haushoch überlegen. Doch nähert sich die Grande Nation zunehmend den Vereinigten Staaten an – auch im Hinblick auf die Kriminalität.

[1] http://www.google.de

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