IP-Telefone auf dem Prüfstand: Teil 2:
Test: IP-Telefon Philips VOIP841
Das VOIP84 von Philips ist ein schnurloses Telefon, das Skype-Usern gefallen wird – leider aber ausschließlich Skype-Usern. Das ist der einzige VoIP-Dienst, den das Gerät unterstützt.
Das Philips [1]-VOIP841 ist an und für sich ein exzellentes schnurloses VoIP-Telefon. Aber leider unterstützt es für VoIP-Anrufe lediglich Skype [2], womit sein Glanz etwas verblasst.
Gute Ausstattung, leichte Konfiguration, übersichtliches Display, aber leider nur auf Skype fixiert: das VOIP841 von Philips.
Immerhin erlaubt das Gerät auch Anrufe über das herkömmliche Telefonnetz, womit es flexibler ist als reine Skype-Phones. Wegen der Einschränkung auf Skype als VoIP-Provider ist das Telefon aber weniger gut für den professionellen Einsatz in Unternehmen geeignet.
Das VOIP841 kommt wie das Linksys [3]-CIT400 (siehe unseren Test [4]) mit einem Endgerät, einer Basisstation, einem Ladegerät und den notwendigen Kabeln. Die Basisstation unterstützt bis zu vier Telefone, und umgekehrt arbeitet ein Endgerät mit bis zu vier Basisstationen zusammen.
Benötigten ältere Philips-VoIP-Telefone wie etwa das VOIP321 für Skype-Calls noch einen PC, ist ein solcher beim VOIP841 nicht mehr erforderlich. Der Benutzer verbindet die Basisstation einfach mit einer Standard-RJ11-Telefonbuchse und mit einem gewöhnlichen Ethernet-Kabel über Switch, Router oder Modem direkt mit dem Breitbandnetzwerk.
Einfaches Setup
Während die Basisstation irgendwo in der Nähe des Telefonanschlusses und Routers oder Modems aufgestellt wird, platziert der Benutzer das Telefon beziehungsweise die Ladestation dort, wo es für ihn am bequemsten ist. Das VOIP841 nutzt die DECT-Technik, womit Interferenzen mit einem Wireless-Netzwerk nicht zu erwarten sind.
Das Setup ist einfach: Der Benutzer schließt alle notwendigen Kabel und die Netzteile für die Basis- und die Ladestation an. Anschließend folgt die Skype-Konfiguration. Das Telefon lässt sich mit einem vorhandenen Skype-Konto konfigurieren. Der Benutzer kann aber auch direkt über das Endgerät ein neues Skype-Konto erzeugen.
Auch das ist nicht sonderlich kompliziert und verlangt lediglich die Eingabe des Länder- und Gebiets-Codes, eines Benutzernamens und eines Passworts. Schließlich ist nur noch das Skype-Agreement zu akzeptieren. Beim Einschalten der Basisstation bucht sich das Telefon automatisch bei Skype ein.
Konfiguration über das Telefon
Die gesamte Konfiguration erledigt der Benutzer über das Telefon. Dank des Farbdisplays mit einer Auflösung von 128 x 128 Bildpunkten und 65.000 Farben ist das auf komfortable Weise zu bewerkstelligen. Die hintergrundbeleuchteten Tasten des Geräts sind groß und eindeutig beschriftet. Die weiße Hintergrundbeleuchtung des Displays lässt sich dimmen.
Die Qualität der Skype-Calls ist natürlich von der Qualität der vorhandenen Internetverbindung abhängig. Im Test war die Sprachqualität nicht überragend, aber keinesfalls problematisch. Die Sprachqualität bei Anrufen über das öffentliche Telefonnetz war ausgezeichnet. Die Lautstärke ist in fünf Stufen regelbar.
Das VOIP841 bietet alle Merkmale eines komfortablen schnurlosen Telefons, darunter Anrufmanagement mit Anrufer-ID, Warteschleife, Anrufweiterschaltung und Mikrofon-Stummschaltung. Die Freisprechfunktion schaltet die Stimme des Anrufers auf einen integrierten Lautsprecher.
An das Telefon lässt sich außerdem ein Headset anschließen. Unterschiedliche Klingeltonprofile unterscheiden Anrufe aus dem Festnetz und aus dem Internet. Das integrierte Telefonbuch des VOIP841 speichert bis zu 500 Skype-Einträge.
Die Gesprächs- und Standby-Zeiten für das Handset gibt Philips mit 12 beziehungsweise 120 Stunden an. Das Telefon nutzt zwei wiederaufladbare AAA-NiMH-Batterien.
Skype-Funktionen
Das VOIP841 bietet eine Vielzahl von Funktionen, die auf Skype zugeschnitten sind. Es unterstützt normale Skype-zu-Skype-Calls, Skype-out-Calls und Voicemail. Das Guthaben für Skype-Out-Calls zeigt das Telefon im Ruhezustand an.
Der Benutzer kann das VOIP841 außerdem so einstellen, dass es ihn automatisch informiert, wenn eine neue Skype-Software zur Verfügung steht. Die tatsächliche Aktualisierung der Software erfolgt bei eingestellter automatischer Aktualisierung nach der Benachrichtigung durch einen Druck auf »OK«.
Bei Anrufen zu einem Festnetzanschluss kann der Benutzer wählen, ob er Skype-out oder das öffentliche Telefonnetz verwenden möchte. Einen automatischen Vorschlag, wie ihn beispielsweise das Linksys-CIT400 unterbreitet, erhält der Benutzer vom VOIP841 allerdings nicht.
Fazit
Vorteilen wie der reichhaltigen Ausstattung, der einfachen Konfiguration und der guten Sprachqualität steht beim VOIP841 ein Nachteil gegenüber: die Fixierung auf Skype als Voice-over-IP-Service.
Das schränkt die Einsatzgebiete des Handsets beträchtlich ein. Speziell Firmen, die bereits jetzt neben Skype einen anderen VoIP-Service-Provider nutzen wollen oder das später tun wollen, sind mit dem VOIP841 daher nicht gut beraten. Wer dagegen ausschließlich auf Skype setzt, findet in dem Telefon von Philips ein qualitativ gutes System.
[1] http://www.philips.de/
[2] http://www.skype.de/
[3] http://www.linksys.de/
[4] test-ip-telefon-linksys-iphone-cit-400/
- 1. Seite: Test: IP-Telefon Philips VOIP841
- 2. Seite: Fazit
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