Mobilfunk-Dienste:
Skobbler: Kostenlose Handynavigation mit Web-2.0-Funktionen

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

29.09.2008

Die Beta-Version der kostenlosen Handynavigationssoftware Skobbler steht zum Herunterladen bereit. Der Anbieter, der sich über Werbung finanziert, will mit Web-2.0-Funktionen punkten.

Interessenten können die Beta-Ausgaben von Skobbler über die Web-Seite von Skobbler [1] herunterladen. Der »Preis« besteht darin, dass sich der User zuvor bei der Firma registrieren muss.

Die Idee hinter der Software und dem dazugehörigen Dienst ist, Web- und Handyanwendungen miteinander zu kombinieren. Zielgruppe sind denn auch in erster Linie jüngere Menschen, die das Handy nicht nur zum Telefonieren verwenden, sondern als mobile Online-Plattform.

Skobbler lädt die Karten viaMobilfunk von einem Serverherunter.

Skobbler bietet neben einer Auto- und Fußgängernavigation eine detaillierte Umkreissuche an. Der Benutzer kann sich seinen Standort anzeigen lassen und nach für ihn relevanten »Points of Interest« (POI) in der Nähe suchen. Das können Restaurants und Bars sein, aber auch Geschäfte, Hotels oder Tankstellen.

Zusatzinformationen über Points of Interest

Mitgeliefert werden Zusatzinformationen zu dem POI, die von Kooperationspartnern stammen. Künftig sollen aber auch Nutzer des Dienstes die Möglichkeit haben, eigene Kommentare abzugeben. Das Informationsangebot soll detaillierter sein als das von Google Maps.

Die Offboard-Navigationslösung speichert das Kartenmaterial nicht auf dem Endgerät, sondern auf Servern. Die Karten stammen von Navteq und werden bei Bedarf auf das Mobiltelefon heruntergeladen. Der Haken bei dieser Lösung: Die Kosten für den Transfer des Materials muss der Handy-Nutzer tragen.

Bei Überlandstrecken mit der Distanz von 100 Kilometern werden rund 1,2 Megabyte übertragen. Bei Stadtfahrten ist das Transfervolumen durch die häufigere Neuberechnung des Kartenmaterials größer.

Finanzierung über Sponsored Links

Der Navigationsservice ist für Nutzer kostenlos und soll es auch bleiben. Finanziert wird er mithilfe von Werbung, allerdings nicht klassischer Online-Werbung, sondern über »Sponsored Links«.

Auf Wunsch erhält der UserInformationen über Points ofInterest in der Nähe seinesStandortes.

Bei Suchanfragen, etwa nach einem italienischen Restaurant in der Nähe, werden auf dem Gerät des Nutzers bezahlte Ergebnisse angezeigt. Allerdings soll nur ein Sponsored Link pro Anfrage »auftauchen«.

Eine Liste mit den Mobilgeräten, die Skobbler unterstützt, ist auf dieser Web-Seite [2] zu finden. Es handelt sich um Geräte mit integriertem GPS-Chip, etwa Blackberry [3]-Smartphones sowie Geräte von Nokia [4], Samsung [5] und Sony-Ericsson [6].

Es finden sich jedoch auch Modelle darunter, die mit einem externen GPS-Empfänger ausgestattet werden können.

Wann die endgültige Version von Skobbler auf den Markt kommt, steht noch nicht fest.

[1] http://beta.skobbler.de/
[2] http://beta.skobbler.de/mobile/phones
[3] http://www.blackberry.de/
[4] http://www.nokia.de/
[5] http://www.samsung.de/
[6] http://www.sonyericsson.de/

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