Junipers WXC-Systeme bringen Anwendungen in Schwung
Eine neue Generation seiner Anwendungsbeschleuniger der Reihe WXC bringt Juniper Networks auf den Markt. Die Appliances sind für Bandbreiten zwischen 512 kBit/s und 45 MBit/s ausgelegt.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Der Trend in Richtung »verteiltes Arbeiten« beschert den Anbietern von Application-Acceleration-Systemen gute Geschäfte. Je mehr Außenstellen oder Mitarbeiter in Heim-Büros ein Unternehmen hat, desto lohnender ist der Einsatz solcher Systeme.
Die Appliance WXC 2600 von Juniper ist für Weitverkehrsleitungenvon 2 bis 8 MBit/s ausgelegt.
Mithilfe von Datenkompressionsverfahren, dem Zwischenspeichern (Caching) von Dateien und Quality-of-Service-Mechanismen schaffen es diese Geräte, Weitverkehrsverbindungen besser auszunutzen und Echtzeitdaten, wie Voice over IP, mit Vorrang über solche Strecken zu transportieren.
Eine höhere Leistung in einem kleineren Gehäuse bieten laut Juniper Networks [1] die drei neuen Anwendungsbeschleuniger der Reihe WXC [2]. Die kleinste der neuen Appliances ist die WXC 1800. Sie ist für WAN-Leitungen von 512 kBit/s bis 2 MBit/s ausgelegt und unterstützt bis zu 10 VPN-Tunnel. Damit ist sie für die Anbindung kleinerer Filialen tauglich.
In der gehobenen Mittelklasse: WXC 2600
In der Mittelklasse ist die WXC 2600 angesiedelt. Ihre Kenndaten: Support für eine Bandbreite 2 bis 8 MBit/s und 20 Tunnel. Das reicht für mittelgroße Außenstellen oder den Einsatz in einem kleineren Data-Center.
Die WXC 3400 schließlich ist das größte Application-Acceleration-System, das Juniper Networks derzeit auf Lager hat. Noch mehr Leistung bietet nur ein Stack, der aus mehreren Geräten besteht. Die 3400-Appliance unterstützt WAN-Verbindungen mit 10 bis 45 MBit/s und 140 Tunnel.
Sie ist außerdem mit zwei redundanten Festplatten mit jeweils 250 GByte ausgerüstet. Auch die anderen WXC-Modelle verfügen über Harddisks, allerdings kleinere Ausführungen. Der Grund: Auf den Platten werden Daten zwischengespeichert, die zwischen Filiale und Firmenzentrale ausgetauscht werden. Diese Datenmuster bleiben auf der Festplatte Tage oder sogar mehreren Wochen lang vorrätig.
Caching auf Festplatten beschleunigt Datentransfer
Ein Verfahren namens »Network Sequence Caching« ersetzt identische Daten durch ein Label. Beim Transport über die WAN-Strecke werden die eigentlichen (mehrfach vorhandenen) Informationen durch diese Etiketten ersetzt.
Die WAN-Beschleuniger im Einsatz: Sie werden zwischen Router und LAN-Switch geschaltet.
Durch das Eliminieren redundanter Daten lässt sich die WAN-Bandbreite erheblich besser ausnutzen, angeblich um bis zu 100 Mal effizienter. Aber dies sind Werte, die nur unter optimalen Bedingungen zu erzielen sind. In der Praxis dürfte in etwa die Hälfte zu erreichen sein.
In die Appliances hat Juniper weitere Techniken integriert. Eine reduziert beispielsweise die Zahl der TCP-Pakete, die bei der Übertragung verloren gehen. Das heißt, es müssen weniger Pakete erneut übermittelt werden.
Das Spitzenmodell WXC 3400 ist mit zwei redundanten Festplatten ausgerüstet. Sie übernehmen das Caching von Daten.
Hinzu kommt Application Flow Acceleration (App Flow), ein Verfahren, das auf bestimmte Anwendungen, etwa Microsoft Exchange oder Windows File Services, oder Protokolle wie http und SSL (Secure Socket Layer) zugeschnitten ist.
App Flow verringert mithilfe von Caching und dem Zusammenfassen von mehreren kleineren Datenblöcken zu größeren Einheiten die Zahl der Anfragen und Bestätigungsnachrichten, die Clients und Server austauschen. Solche Requests und Bestätigungs-Pakete gehen zu Lasten der Bandbreite.
Implementierung der Systeme
Die WXC-Systeme werden zwischen LAN-Switch und dem WAN-Router installiert. Alternativ dazu lassen sie sich auch an einen Switch- oder Router-Port anschließen.
Laut Juniper können die Appliances im Verbund mit VPN-Servern, Firewall-Systemen und anderen Sicherheitssystemen eingesetzt werden. In diesem Fall optimieren sie die zu übertragenden Daten, bevor diese verschlüsselt werden.
Noch ein Blick auf den Preis der drei neuen WXC-Geräte: das WXC 1800 kostet rund 4900 Dollar, das 2600 an die 12.400 Dollar. Das Modell 3400 ist für rund 25.000 Dollar zu haben.
[1] http://www.juniper.net/
[2] http://www.juniper.net/products_and_services/application_acceleration/wan_acceleration/wxc_application_acceleration/index.html
- 1. Seite: Junipers WXC-Systeme bringen Anwendungen in Schwung
- 2. Seite: Implementierung der Systeme
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