Apple: Tablet-PC »iSlate« noch im Januar erwartet
Brancheninsider erwarten, dass Apple Ende Januar einen Tablet-PC vorstellen wird, der eine Mischung aus iPhone, Tablet-Netbook und E-Reader ist. Da sich Apple eine entsprechende Domain gesichert hat, gehen Apple-nahe Quellen davon aus, dass das Gerät den Namen »iSlate«tragen wird.
Das iSlate soll das Netbook-Segment als eierlegende Wollmilchsau neu definieren. (Bild: So ähnlich soll das iSlate laut US-Medien aussehen)
Bereits seit über einem Jahr köchelt inzwischen die Gerüchteküche, dass Apple [1] mit einem Tablet-PC den boomenden Markt für Geräte in Netbook-Größe aufrollen will. Nachdem bereits im Herbst bekannt geworden war, dass Auftragsfertiger wie Foxconn mit der Produktion von passenden Displays und anderen Komponenten beauftragt wurden, sind jetzt neue handfeste Hinweise aufgetaucht, dass das Gerät, eine Mischung aus riesen-iPhone, MacBook und E-Reader, schon bald vorgestellt werden könnte. So ließ sich das Unternehmen laut Appleinsider [2] etwa die Internetdomain »iSlate.com« sichern und meldete ein weiteres Patent für eine Dockingstation mit Induktionsladung an, die zur Netbook-Größe passt. Laut der Webseite AllThingsDigital [3] hat Apple nun außerdem eine große Produktvorstellung für den 27. Januar in San Francisco angekündigt. Auch das Wall Street Journal [4] erwartet mit Bezug auf Apple-interne Quellen für diesen Tag die Vorstellung des »iSlate« (etwa iTafel), dessen Markteinführung für März geplant sei.
Ursprünglich war erwartet worden, dass Apple das iSlate bereits zum Weihnachtsgeschäft 2009 vorstellt, allerdings hatte es offenbar einen Streit um die Prozessoren gegeben, der zu einem Redesign führte. Dazu passt, dass die Vize-Präsidentin der Apple-Sparte bei Intel, Deborah Conrad, vor einiger Zeit noch angekündigt hatte, Apple prüfe den Einsatz der Atom-Prozessoren in mehreren neuen Produkten. Im Laufe des vergangenen Jahres scheint Intel jedoch zugunsten der von Apple übernommenen Chip-Schmiede PA-Semi aus dem Rennen geflogen zu sein, die auch schon die ARM-Rechenkerne für das iPhone herstellt. Intel reagierte daraufhin verschnupft und schoss bei der Vorstellung der neuen Atom-Prozessoren im Oktober (siehe »Intels neue Atom-Kraft« [5]) deutliche Verbalattacken gegen das iPhone und die vermeintlich technologisch rückständigen ARM-Chips ab. Diese Statements wurden allerdings wenig später wieder einkassiert.
Riesen iPhone mit Rechnerqualitäten
Das iSlate soll im Prinzip eine Art großes iPhone sein, dass die Rechenleistung eines Touchscreen-Netbooks (ohne physikalische Tastatur) mit den Vorzügen einer App-Welt ähnlich des iPhones und Multimedia-Anwendungen kreuzt. Per Mobilfunkverbindungen sollen sich Anwendungen von Drittanbietern auf das Gerät herunterladen lassen, die es zum Zeichenbrett, mobilen Office, Navi, oder auch E-Book-Reader machen. Diese Möglichkeit wird besonders von der Medienbranche aufmerksam verfolgt, da sie etwa einen Ansatz bieten könnte, bezahlte E-Paper-Angebote für Leser attraktiver zu machen.
Spannend wird dabei auch die Frage sein, ob Apple auf die gleichen Provider setzt wie beim iPhone, oder ob man sich einen neuen Mobilfunkpartner ins Boot holt, beziehungsweise ohne exklusive Providerbindung arbeitet. Diverse US-Medien gehen davon aus, dass Apple das iSlate in zwei verschiedenen Varianten mit sieben und mit zehn Zoll großem Bildschirm anbieten wird. Sie rechnen dabei mit Preisen zwischen 500 und 1000 Dollar, die deutlich über dem normaler Netbooks liegen.
[1] http://www.apple.com/de/
[2] http://www.appleinsider.com/
[3] http://digitaldaily.allthingsd.com/20100104/major-apple-product-announcement/
[4] http://europe.wsj.com/home-page
[5] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=222002936
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