VoIP-Monitoring in Echtzeit:
Voipfuture vereinfacht Fehlersuche in IP-Sprachnetzen

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

17.06.2008

Ihr Portfolio ergänzt Voipfuture um das Softwareprodukt »Monitor 1.2«. Es dient zur Untersuchung und Bewertung der VoIP-Güte in Echtzeit bei einer Vielzahl von Verbindungen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Für ihre Basiskomponente VoIP-Future-Library Fehlererkennung in Sprach-Datennetzen erweitert Voipfuture [1] die Software »Monitor 1.2 [2]«. Die se verfügt über leistungsfähige Algorithmen zur Analyse und Diagnose der VoIP-Qualität in Echtzeit. Sie kann Tausende gleichzeitig geführter VoIP-Gespräche verarbeiten.

Die Produkt-Landschaft von Voipfuture

Dadurch ist es erstmals möglich, eine herstellerneutrale, hochperformante SLA-Überwachung (Service-Level-Agreement) für Sprach-Datennetze zu realisieren. Das Ergebnis: Das VoIP-System und deren Fehlerquellen lassen sich im Detail lokalisieren und visualisieren.

Die vom Monitor gelieferten Analyse- und Diagnosedaten werden in der Komponente Manager gesammelt, korreliert und im Zusammenhang dargestellt. Dabei ist es gleich, ob Daten von einem oder mehreren Monitoren geliefert werden.

Umfangreiche Filter- und Alarmfunktionen erlauben die permanente Überwachung des Netzwerks und informieren über alle Abweichungen vom Sollzustand. Im Falle einer Störung erlauben detaillierte Ansichten der Analyse- und Diagnosedaten eine schnelle Behebung der Fehlerursache.

Das besondere Merkmal des Monitors ist die Echtzeit-Diagnose konkreter Ursachen, die zu einer Beeinträchtigung der VoIP-Qualität führen können. Beispiele sind dafür Network-Buffering und Sender-Synchronization. Damit lassen sich auch die 25 bis 30 Prozent der Probleme bei der Erzeugung von VoIP-Paketen entdecken, die bisher nicht zu identifizieren waren. Grund war, dass es an geeigneten Methoden fehlte. Das Produkt entstand in zehn Jahren intensiver Forschungsarbeit und aus der Analyse mehrerer Gigabyte problematischer VoIP-Traces aus allen Teilen der Welt.

Der Monitor unterstützt alle gängigen Codecs und VoIP-Standards. Er ist plattformunabhängig und lässt sich in allen laufenden VoIP-Installationen betreiben. Ein wichtiger Aspekt: Das Verfahren für die Analyse der Datenpakete benötigt im Gegensatz zu bestehenden Technologien nicht mehr die sensiblen Sprachinformationen (Payload). Daher sind die Analysedaten anonymisiert, und die Privatsphäre wird geschützt.

Der Manager verwaltet die von den verteilt arbeitenden Monitoren gesammelten Qualitätsdaten. Weiter kann er Alarme auslösen und lässt sich in bestehende Managementsysteme integrieren.

In der aktuellen Diskussion um Voice-over-IP geht es um zwei Dinge. Zum einen wird mittlerweile der Massenmarkt adressiert. Zum anderen wird VoIP auf Grund von Qualitätsproblemen häufig noch nicht als vollwertige Wahl neben der herkömmlichen Telefonie akzeptiert. Hardware-Hersteller klagen nach wie vor über ungelöste Qualitätsprobleme. Carriern und Callcentern entstehen hohe Kosten durch die Bearbeitung zahlreicher Beschwerden von Kunden.

Schließlich laufen Firmenprojekte wegen aufwändiger Fehlersuche bei der Inbetriebnahme finanziell aus dem Ruder. Viele Anbieter von VoIP-Lösungen beklagen außerdem den Verlust zahlreicher Kunden auf Grund mangelnder Qualität bei der VoIP-Telefonie. Denn die Ursachen der Fehler in Hardware, Software oder Konfiguration werden bislang nicht konsequent entdeckt und beseitigt.

[1] http://www.voipfuture.com/index.php?lang=de
[2] http://www.voipfuture.com/monitor/monitor-2.html

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