Dank flexibler Antennen weniger Störrungen:
Ruckus mit Wireless-Mesh auf der Basis von 11n

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

24.04.2008

Mit dem »Smart Mesh« nutzt Ruckus Wireless ihre flexible Antennentechnologie »SmartWi-Fi« für ein Wireless-Mesh auf der Basis von 11n. Smart-Wifi soll für weniger Interferenzen und zusammen mit 11n für einen hohen Durchsatz im Mesh sorgen.

Neben der Wireless-Mesh-Lösung Smart-Mesh auf der Basis von 11n-Access-Points bringt Ruckus Wireless [1] noch den Wireless-Controller »ZoneDirector 3000 [2]«. Außerdem gibt es das Wireless-Management-System »FlexMaster [3]«. 11n hat für das Smartk-Mesh den Vorteil, dass es eine höhere Bandbreite als 11a/g für den Wireless-Backbone zur Verfügung stellt.

Der Wireless-Controller »ZoneDirector 3000« von Ruckus Wireless

Smart-Mesh ist ein Software-Upgrade für die Wireless-Controller »ZoneDirector«. Es lassen sich für Smart-Mesh alle APs der Serie »ZoneFlex [4]« für 11g/n nutzen. Der Controller verwaltet die APs automatisch und steuert die Auswahl der Funkfrequenzen bei den diesen. Außerdem übernimmt er die Auswahl der Routen der Daten durch die einzelnen Knoten des Mesh. Die APs geben dafür wiederum kontinuierlich ihren möglichen Durchsatz bekannt. Dank der Smart-Wifi-Technologie suchen sich die Geräte den bestmöglichen Signalpfad zu den benachbarten Mesh-APs.

Für die Installation muss der Administrator die Mesh-APs nur an den einzelnen Punkten aufstellen. Diese prüfen zunächst, ob sie mit dem LAN verbunden sind, was sie zu einem Root-AP macht. Ansonsten suchen sie als Mesh-AP ihre Nachbarn. Anschließend suchen sie Zone-Director und bekommen vom ihm ihre Konfiguration. Die Links im Wireless-Backbone werden verschlüsselt.

Die »SmartWi-Fi«-Technologie

Das »Smart-N adaptive«-Antennen-System kann den besten verfügbaren Signalpfad zum jeweiligen Client wählen. Diese Funktion gab es schon vorher bei Ruckus. Sie bekommt mit 11n aber noch mehr Bedeutung. Denn ein Hauptmerkmal von 11n sind Spatial-Streams. Dabei werden mehrere Funkdatenströme über unterschiedliche Pfade parallel übertragen. Diese entstehen dadurch, dass die Funksignale an den Baumaterielien unterschiedlich reflektiert werden. Das Smart-N-Adaptiv-Antennen-System probiert nun unterschiedliche Signalwege aus. Dabei sucht es solange, bis Pfade gefunden hat, die eine möglichst geringe Dämpfung besitzen und sich möglichst wenig gegenseitig behindern. Die Anzahl der Pfade entspricht dabei der der verschiedenen Spatial-Streams.

Möglich wird dies durch 12 Antennenelemente mit dualer Polarisierung für gerichtete Signale. Dabei ergeben sich insgesamt rund 4000 unterschiedliche Antennenstrahlmuster. Die Antennen selbst haben eine Verstärkung von 9 dBi. Nun sagt Ruckus, dass es noch einmal 9 dBi dadurch gewinnt, indem es die Interferenzen verringert. Dies soll dadurch geschehen, indem es Antennenelemente abschaltet, die für die aktuelle Übertragung nicht notwendig sind. Dies führt dann zu einem besseren Signal-Rausch-Verhältnis. Das wiederum ergibt eine größere Klarheit des Signals beim Empfänger. Abgeschaltete Antennenelemente bedeuten jedoch, dass sie auch nicht hören können. Um trotzdem in dieser Zeit für bestimmte Bereiche nicht taub zu sein, verfügen die Access-Points um eine zusätzliche ommnidirektionale Antenne zum Empfang von Signalen.

Wireless-Controller Zone-Director 3000

Der Wireless-Controller verwaltet bis zu 250 Zone-Flex-APs, was ihn speziell für größere WLAN-Netze empfiehlt. Er kostet für 6000 Dollar für 25 APs und ist ab Juli verfügbar.

Die Wireless-Management-Software Flex-Master

Die Software ermöglicht eine zentrale Verwaltung aller Zone-Directors und Zone-Flex-APs. Dabei lassen sich einzelne APs und WLANs an verschiedenen Standorten einbinden. Den Flex-Master gibt es ab Juli. Der Preis beträgt für 100 APs 5000 Dollar.

[1] http://www.ruckuswireless.com/
[2] http://www.ruckuswireless.com/products/zoneflex/zonedirector3000/
[3] http://www.ruckuswireless.com/products/flexmaster/
[4] http://www.ruckuswireless.com/products/zoneflex/

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