Wireless LANs:
Netgear: WLANs auf Knopfdruck einrichten
Ein Wireless LAN richtig zu konfigurieren, ist alles andere als trivial. Das Ergebnis: So manches Funknetz in Home-Offices und kleinen Filialen bleibt ungeschützt. Die »Push ´N´ Connect«-Technik von Netgear will das ändern.
Push ´N´ Connect ermöglicht laut Netgear [1] die Konfiguration eines WLAN-Clients mittels Knopfdruck. Die Verbindung zwischen einem Client-Adapter und einem Access-Point oder WLAN-Router wird automatisch aufgebaut. Dazu drückt der Anwender auf eine Taste an beiden WLAN-Geräten. Alternativ dazu kann er einen Zahlencode eingibt, der auf dem Client-Adapter aufgedruckt ist.
Auch der WLAN-Router WNDR 3300unterstützt Push ´N´Connect.
Netgear wird die Technik in allen Geräten der Reihe »Rangemax Wireless N« einsetzen. Wie die Bezeichnung bereits verrät, unterstützen sie die Spezifikation IEEE 802.11n [2]. Sie sieht Datenraten von bis zu 300 MBit/s vor. Gegenwärtig liegt Entwurf (Draft) 4.0 der Norm vor. Der Standard wird voraussichtlich im nächsten Jahr offiziell verabschiedet.
Push ´N´ Connect ist in den Wireless-N-Routern WNDR3300 und WNR3500 integriert, außerdem im Access-Point WNHDE111. Von den Adapterkarten unterstützen die USB-2.0-Geräte WNDA3100 und WN111 die Technik, außerdem der WG111, der für Netze mit 54 MBit/s ausgelegt ist.
Basis: WPS-Spezifikation der Wi-Fi Alliance
Das Verfahren von Netgear ist kein technologischer Alleingang der Firma, sondern basiert auf dem WPS-Standard (W-Fi Protected Setup) der Wi-Fi Alliance [3]. Er wurde speziell für den Einsatz in Heimnetzen und kleinen Unternehmen entwickelt. Von der Allianz zertifizierte WPS-Produkte sind seit Anfang 2007 verfügbar.
Hier der Link zu einem englischsprachigen White-Paper [4] der Wi-Fi Alliance, das die Funktionsweise von Wi-Fi Protected Setup erläutert. Die Norm sieht drei Verfahren vor. Das erste ist die Eingabe einer PIN am Client und Access-Point.
Bei der »Push Button Configuration« drückt der User an beiden Komponenten einen Knopf. Die Geräte vergeben dann automatisch eine Kennung für das WLAN (SSID) und verbinden Router oder Access-Point mit den Clients. Die Netgear-Systeme unterstützen beide Techniken.
Das dritte Verfahren verwendet Near-Field Communication: Der Benutzer verbindet in diesem Fall die Geräte miteinander, indem er ein NFC-Gerät oder ein Token an Client und Access-Point/Router hält. Diese Technik spielt derzeit noch keine große Rolle. Das könnte sich jedoch ändern, weil NFC-Geräte gerade erst auf den Markt kommen.
[1] http://www.netgear.de/
[2] http://grouper.ieee.org/groups/802/11/
[3] http://www.wi-fi.org/
[4] http://www.wi-fi.org/files/kc/wfa_wi-fi_protected_setup_wp_feb08.pdf
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