Ortsbezogene Mobilfunkdienste:
Ortsbezogene Mobilfunkdienste nehmen Fahrt auf
Bislang enttäuschten Location-based Services die Erwartungen der Mobilfunk-Carrier. Jetzt endlich stehen solche ortbezogenen mobilen Services nach Einschätzung von Marktforschern vor dem Durchbruch.
Gründe dafür, warum Location-based Services (LBS) bislang nicht so recht »funktionierten«, gibt es zuhauf: die in der Vergangenheit zu hohen Mobilfunkgebühren, der Mangel an entsprechenden Diensten und nicht zuletzt das Fehlen von passenden Endgeräten.
Das hat sich nach Ansicht der Marktforschungsgesellschaft ABI Research [1] mittlerweile geändert. So werden immer mehr Handys und Smartphones ausgeliefert, in die ein GPS-Chip integriert ist. Das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Benutzer dem Mobilfunkservice seinen Standort mitteilt und ortsbezogene Daten herunterladen kann.
Location-based Services für Unternehmenskunden werden 2013 lautABI Research weltweit das größte Marktsegment bilden.
Das kann ein Reiseführer sein, ein Stadtplan oder eine Liste von Restaurants, Kinos oder Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Auch das Navigieren mithilfe von Offboard-Navi-Systemen ist mit solchen Geräten möglich. Bei Offboard-Systemen liegt das Kartenmaterial auf einem zentralen Server und wird über das Mobilfunknetz zur Verfügung gestellt.
Vodafone [2]bietet beispielsweise »Vodafone Navigator« an. T-Mobile [3] hat mit »Navigate« ein vergleichbares Produkt im Portfolio.
Vom Navigationssystem bis zum Familien-Tracking
Laut ABI Research werden Offboard-Navigationssysteme in den kommenden Jahren der beliebteste LBS sein. Hinzu kommen ortsbezogene Suchanfragen und das Lokalisieren von Familienangehörigen und Freunden (»Friend Finder«) via Mobilfunk.
Hinzu kommen Anwendungen, die eher für professionelle Nutzer von Interesse sind. Beispiele dafür sind das Orten und »Steuern« von Außendienst- und Servicemitarbeitern oder die Flottensteuerung.
ABI geht davon aus, dass der weltweite Umsatz mit LBS von 515 Millionen Dollar (2007) bis zum Jahr 2013 auf 13,3 MilliardenDollar steigen wird. Etwa 4,3 Milliarden davon werden 2013 auf Navigationsdienste für Privatnutzer entfallen, an die 6,5 Milliarden auf Dienstleistungen für Unternehmenskunden.
»Das Interessante ist, dass ein Großteil des Content, den LBS benötigen, bereits vorhanden ist«, sagt Jamie Moss, Analyst bei ABI Research. Digitales Kartenmaterial, inklusive Verzeichnissen mit »Points of Interest«, liege vor.
Günstige Datentarife erforderlich
Um den Erfolg von LBS sicherzustellen, müssen laut Moss jedoch mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Eine sind preisgünstige Datentarife, sprich Flat-Rates. Eine zweite ist, dass die Dienste auch über die Grenzen von Mobilfunknetzen zur Verfügung stehen müssen.
Speziell bei Services wie »Friend Finder« sei das notwendig. Denn selbst innerhalb einer Familie ist es laut ABI längst nicht mehr an der Tagesordnung, dass alle Mitglieder denselben Service-Provider nutzen. Daher müssten die Mobilfunk-Firmen dafür sorgen, dass LBS netzübergreifend einsetzbar sind.
[1] http://www.abiresearch.com/
[2] http://www.vodafone.de
[3] http://www.t-mobile.de
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Ist Ihrer auch zu breit?
Die linke Fahrspur ist in vielen Autobahn-Baustellen nur für Fahrzeuge mit maximal zwei Meter Breite zugelassen. Jetzt warnt der ADAC: 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter! Wer nicht nachmisst, riskiert ein Bußgeld.
Chefs versagen im zwischenmenschlichen Umgang
Vielen Führungskräften fehlt es an Empathie im Umgang mit ihren Mitarbeitern und sie erfüllen ihre Aufgaben nicht effektiv. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Development Dimensions International (DDI).
