Studie zu Unified Communications:
Deutsche Firmen setzen auf Unified-Communications
Einen großen Bedarf an Unified-Communications-Anwendungen sieht das Beratungshaus Berlecon Research in deutschen Unternehmen. Allerdings fehlt häufig noch die Grundlage, nämlich eine Voice-over-IP-Infrastruktur.
Von wegen stockkonservativ und abwartend: Unternehmen aus Deutschland sind sehr wohl offen für neue IT-Techniken wie Voice over IP (VoIP) und Unified Communications (UC). Das ergab eine Umfrage von Berlecon Research [1] unter deutschen ITK-Entscheidern.
»Die überwältigende Mehrheit der CIOs hält die Integration unterschiedlicher Kommunikationskanäle und deren Einbindung in Office-Anwendungen in ihrem Unternehmen für sinnvoll«, resümiert Philipp Bohn, Analyst bei dem Beratungshaus.
Von Unified Communications erhoffen sich Unternehmen vor allem eine bessere Unterstützung von mobilen Mitarbeitern. Eine zentrale Rolle spielen dabei Find-me-Follow-me-Funktionen und die Erreichbarkeit unter einer Telefonnummer.
Technik noch nicht vorhanden
Allerdings müssen die meisten deutschen Firmen die technischen Voraussetzungen für den Einsatz von UC erst noch schaffen. Laut der Untersuchung setzt die Hälfte der Unternehmen kein VoIP ein und hat auch nicht die Absicht, diese Technik einzuführen.
Nur 38 Prozent der Befragten haben eine IP-Infrastruktur, die für Daten und Sprache ausgelegt ist, und ganze 25 Prozent setzen eine IP-Telefonanlage ein.
»VoIP ist aber eine Grundvoraussetzung für Unified Communications«, erläutert Philipp Bohn, »weil ansonsten eine ITK-Integration unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll ist.« Von einer Sättigung sei der VoIP-Markt in Deutschland noch weit entfernt, so seine Schlussfolgerung.
Sicherheit ein zentraler Punkt
Besonders wichtig bei der Auswahl einer UC-Lösung ist für die IT-Leiter die Sicherheit. An die 90 Prozent der Befragten legen darauf besonders großen Wert.
Die Studie ergab zudem, dass viele Unternehmen durchaus bereit sind, VoIP- und UC-Dienste von externen Dienstleistern zu beziehen. Für 40 Prozent der Firmen ist dies eine attraktive Alternative zum Eigenbetrieb der Infrastruktur.
[1] http://www.berlecon.com/
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