TDMi AG stellt Insolvenzantrag
Fehlende Bankenfinanzierung und Umsatzrückgänge sind schuld: Die Systemhaus-Gruppe TDMi muss Insolvenz anmelden. Ebenfalls zahlungsunfähig sind Comparex Deutschland, die Comparex Services GmbH und die TDMi Deutschland Holding GmbH.
Schwierige Aufgabe: Erst seit kurzem hat Detlef Linde den Vorstandsvorsitz bei TDMi inne
Wieder ein renommiertes Systemhaus, das der derzeitigen strengen Kreditvergabe von Banken zum Opfer fällt. Die Systemhaus-Gruppe TDMi [1] meldet heute Insolvenz an. Comparex Deutschland, Comparex Services GmbH und die TDMi Deutschland Holding GmbH sind ebenfalls von der Insolvenz betroffen.
Fehlende Bankenfinanzierungen und Umsatzrückgänge in den letzten Monaten führten zu einer angespannten Liquiditätslage des TDMi-Konzerns. Trotz intensiver Gespräche mit Banken und Finanzinvestoren konnte keine langfristige Lösung gefunden werden.
Die becom Informationssysteme GmbH, die Infirsacom Holding GmbH, die Inforsacom Informationssysteme GmbH, die Arxes GmbH, Arxes Business Services, Arxes Consulting, TDMi Informatik und die Indemand Printing Solutions GmbH sollen trotz der angespannten Liquiditätslage fortgeführt werden.
Der Vorstand der TDMi AG strebt an, in Abstimmung mit den jeweiligen Insolvenzverwaltern, die Geschäftsbereiche der insolventen Unternehmen ebenfalls fortzuführen.
Umstrukturierung schon seit Monaten
Auch die Ablösung von Hans-Jürgen Bahde (rechts) durch Detlef Linde, den starken Mann an der Spitze von TDMi, brachte nicht die Wende.
Die Gruppe hatte in den vergangenen Monaten vor allem durch rasante Personalwechsel und Umstrukturierungspläne auf sich aufmerksam gemacht (CRN berichtete) [2]. Am 15. Mai hatte Detlef Linde bei dem Kölner Systemhaus die Position des Vorsitzenden des Vorstandes übernommen. Außerdem holte sich TDMi Axel Feldhoff als neuen Chief Operating Officer (COO) ins Boot.
Feldhoff verließ das Unternehmen jedoch schon nach wenigen Wochen fluchtartig aufgrund von »unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der zukünftigen Ausrichtung der Firmengruppe« (CRN berichtete) [3]. Wahrscheinlich hatte Feldhoff die finanzielle Schieflage der Kölner bereits vorausgesehen.
[1] http://www.tdmi.de
[2] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=217400368&queryText=tdmi
[3] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=218400164&queryText=tdmi
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