Nach der Insolvenz: Zukunft der Marke TDMi ungewiss
Mit dem Managed Services-Spezialisten Arxes möchte sich die schwäbische Datagroup stärker zu einem Dienstleistungsunternehmen entwickeln. Der IT-Dienstleister hat deshalb angekündigt, die Mehrheit an der Arxes-Mutter TDMi übernehmen zu wollen. Die Marke Arxes soll erhalten bleiben.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Das strategische Interesse der Datagroup beim Deal mit TDMi gilt vor allem Arxes
Neue Zukunftsperspektive für Arxes [1]. Der IT-Dienstleister Datagroup [2] aus dem Raum Stuttgart will sich mit gut 80 Prozent an der insolventen Systemhausgruppe TDMi [3] beteiligen. Interesse hat die Datagroup vor allem an den Managed Services-Spezialisten Arxes und Arxes Business Services, die unter dem Dach der TDMi-Gruppe angesiedelt sind und finanziell eng mit der Muttergesellschaft verflochten sind: Die Arxes Gruppe ist Hauptaktionärin der TDMi AG, die wiederum 100 Prozent an der Arxes GmbH hält. Nachdem die beiden Systemhäuser Becom und Comparex Services bereits aus der Gruppe bereits herausgekauft wurden, ist Arxes der einzige Wert, der noch unter dem Dach der TDMi-Gruppe verblieben ist.
Die Marke Arxes soll nach Unternehmensangaben auch nach dem Einstieg von Datagroup erhalten werden. Ungewiss ist allerdings die Zukunft des Namens TDMi. »Was mit dem Namen TDMi passiert wird sich zeigen«, sagt Burkhard Kuhr, Generalbevollmächtigter bei Arxes, auf Nachfrage von Computer Reseller News. Die 23 Mitarbeiter, die zuletzt noch bei der Dachgesellschaft TDMi gearbeitet haben, sind inzwischen bei Arxes angestellt. Durch den Zusammenschluss von Arxes, Becom, Comparex und Inforsacom war 2007 eine Systemhausgruppe entstanden, die seit September vergangenen Jahres unter dem Namen TDMi firmiert. Geplant war, die vier Marken Schritt für Schritt aufzugeben und sich langfristig unter dem einheitlichen Brand TDMi am Markt zu positionieren. Die Marke TDMi hatte sich bis zuletzt jedoch gegen die seit langen eingeführten Systemhausmarken kaum behaupten können.
Vertrag noch unter aufschiebender Bedingung
In trockenen Tüchern ist der Vertrag mit der Datagroup allerdings noch nicht, denn er steht noch unter der aufschiebenden Bedingung einer Planinsolvenz. Nachdem am 1. Oktober das Insolvenzverfahren über das Vermögen der insolventen TDMi AG eröffnet wurde, müssen nun die Gläubiger das Verfahren genehmigen. »Wenn das nicht funktioniert gibt es aber Alternativen für Arxes«, verrät der Generalbevollmächtigte Burkhard Kuhr, im CRN-Gespräch. Für den Managed Services-Anbieter gäbe es auch andere Interessenten. »Datagroup ist aber der präferierte Partner«, stellt er klar.
Der schwäbische IT-Dienstleister Datagroup ist auf die Geschäftsfelder IT Services und IT Solutions spezialisiert und beschäftigt rund 650 Mitarbeiter. Seit dem Börsengang vor drei Jahren hat der Anbieter bereits acht Unternehmen oder Unternehmensteile akquiriert. Durch den Einstieg bei Arxes möchte Datagroup sich weiter zu einem Dienstleistungsunternehmen entwickeln. Die Schwaben, die bereits 40 Prozent ihres Umsatzes mit Dienstleistungen machen, möchten den Anteil mit Arxes auf über 50 Prozent ausbauen. Der Kundenstamm der Arxes-Gesellschaften überschneidet sich nach Unternehmensangaben nicht mit den Kunden der Datagroup. Auch von der regionalen Aufstellung her passen die beiden Firmen gut zusammen. Die Arxes-Standorte in Köln, Essen, Neu-Isenburg und München sollen künftig die Datagroup-Lokationen in Berlin, Bremen, Hamburg, Ludwigsburg, Pliezhausen bei Stuttgart, Rostock und Schwerin ergänzen und für eine deutschlandweite Präsenz des Dienstleisters sorgen.
[1] http://www.arxes.de
[2] http://www.datagroup.de
[3] http://www.tdmi.de
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