Neuordnung nach der Insolvenz der Holding Probusiness AG und fünf Tochtergesellschaften:
Investor will insolvente Probusiness-Gruppe beleben
Als einzige der sechs insolventen Firmen der Probusiness-Gruppe ist die Probusiness Hamburg AG nicht den Sog des Insolvenzstrudels geraten. Die Hanseaten wirtschaften nach eigenen Angaben gut und wollen mit einem neuen Investor dort die Geschäfte fortführen, wo Wettbewerber Comline und ACP nicht zugegriffen haben.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Günter Knoechel, Vorstand der Probusiness Hamburg AG, versuchte vor der Insolvenz im Kreise des Probusiness-Managements Geld zur Stützung der Systemhaus-Gruppe einzusammeln - vergeblich.
Sie Starken stützen die Schwachen, dieses Konstrukt ging zuletzt bei der rund 100 Mitarbeiter starken Systemhausgruppe Probusiness nicht mehr auf. Die Holding in Hannover und ihre dort ansässige Tochtergesellschaft häuften zuletzt so hohe Verluste an, dass diese nicht mehr von den anderen Tochterfirmen der Probusiness-Gruppe kompensiert werden konnten. Außerdem seien die Zahlen nicht mehr transparent gemacht worden, kritisiert Günter Knoechel, Vorstand der Probusiness Hamburg AG, seine Ex-Kollegen in Hannover. Die Kürzung der Kreditlinie durch die Bank und Kreditversicherer zog dann die Insolvenz nach sich. Zuerst die beiden Firmen in Hannover [1], schließlich folgten die Anschlussinsolvenzen [2] der Probusiness-Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart sowie München. »Zumindest für Düsseldorf und Frankfurt hat es aus meiner Sicht keinen Grund gegeben, Insolvenz anzumelden«, sagt Knoechel im Gespräch mit Computer Reseller News.
Die dortigen Firmen seien laut Knoechel profitabel gewesen, was wohl auch ein Grund dafür war, dass das Systemhaus Comline die Probusiness-Geschäfte in Düsseldorf und die österreichische ACP jene in Frankfurt übernommen haben. In Hamburg, beteuert Probusiness-Vorstand Knoechel, habe man seit der Gründung Mitte 2004 »immer schwarze Zahlen geschrieben«. Als einzige Tochter der Probusiness-Gruppe blieb denn auch das Hamburger Systemhaus von einer Insolvenz verschont. Von Hamburg aus will Knoechel nun auch durchstarten. Zusammen mit seinem ehemaligen Vorstandkollegen Sebastian Kasischke, der die Unternehmensgruppe gegründet, sich Ende 2007 aber von allen Ämtern zurückgezogen hatte und jetzt wieder zur Probusiness Hamburg AG gestoßen ist.
Investor stützt Expansionspläne der Probusiness Hamburg AG
Durchstarten heißt für die Hanseaten vor allen eins: Dort, wo die insolventen Probusiness-Niederlassungen keine Vor-Ort-Betreuung der Kunden gewährleisten können, wollen die Hanseaten einspringen. In Hannover beispielsweise ist genügend Potential vorhanden, so dass die Probusiness Hamburg dort bereits Anfang November eine eigene Niederlassung gründen konnte. Die Nordachse Hamburg-Hannover lässt sich zumindest auch räumlich für die derzeit 17 Mitarbeiter bewerkstelligen. Knoechel hat aber bereits Expansionspläne und will weitere lokale Büros eröffnen. »In zwei Jahren könnten wir dann wieder 30 Mitarbeiter beschäftigen«.
Zumindest ist der Kontakt zu den Kundenstämmen der insolventen Probusiness-Niederlassungen in den anderen bundesdeutschen Großstätten nicht abgerissen. Denn wenige Tage nach der Insolvenzeröffnung über das Vermögen der Probusiness AG am 19. Oktober hat ein Investor sämtliche Aktien der fünf insolventen Tochtergesellschaften erworben und zudem auch die Probusiness Hamburg AG gekauft. Der Investor prüft nun, für welche dieser Gesellschaften ein Insolvenzplanverfahren durchgeführt werden soll. Nach Abschluss dieser Prüfungen könnten die Hanseaten dann die Anteile des Investors übernehmen. »Wir haben ein Vorkaufsrecht«, sagt Knoechel.
[1] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=219401398
[2] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=219500540
- 1. Seite: Investor will insolvente Probusiness-Gruppe beleben
- 2. Seite: Investor stützt Expansionspläne der Probusiness Hamburg AG
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Ist Ihrer auch zu breit?
Die linke Fahrspur ist in vielen Autobahn-Baustellen nur für Fahrzeuge mit maximal zwei Meter Breite zugelassen. Jetzt warnt der ADAC: 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter! Wer nicht nachmisst, riskiert ein Bußgeld.
Channel-Weitblick aus Erfurt
Beim Forum Marketing & Vertrieb des SIBB breitete Christian Fischer, geschäftsführender Gesellschafter des Erfurter SaaS-CRM-Herstellers TecArt-Group seine Vision vom Erfolg im SaaS-Markt aus. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: nachhaltiger Erfolg braucht echte Ökosysteme aus ISVs, vor allem aber aus ganz unterschiedlichen Partnertypen.
