PC-Ware steht vor Umbau
Nachdem PC-Ware im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 rote Zahlen gemeldet hat, zieht Raiffeisen IT jetzt Konsequenzen. Der österreichische Investor soll einen radikalen Umbau des Leipziger Systemhauses planen.
PC-Ware muss sparen: In Leipzig hat der IT-Dienstleister den Spnsoring-Vertrag mit dem Leipziger Gewandhaus in Höhe von 50.000 Euro gekündigt
Nach der Übernahme durch den österreichischen Rechenzentrumsbetreiber Raiffeisen Informatik [1] im Frühjahr dieses Jahres sind turbulente Zeiten bei PC-Ware [2] angebrochen. Der komplette Vorstand wurde ausgetauscht und der Gründer, Knut Löschke hat das Unternehmen verlassen. Die Vorstände verließen das Unternehmen laut Raiffeisen-Chef Wilfried Pruschak aufgrund von Uneinigkeit hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 schreiben die Leipziger rote Zahlen (CRN berichtete). Das Vorsteuerergebnis weist ein Minus von 7,4 Millionen Euro auf. Ausschlaggebend für den Rückgang sind zwei Effekte: einerseits ein Margenrückgang im Bereich Volume Software und Hardware-Business sowie andererseits der Rückgang der aktivierten Eigenleistungen. Zudem ist der Personalaufwand um 23 Prozent gestiegen, da die Mitarbeiterzahl gestiegen ist und im Rahmen der Vorstandswechsel Abfindungen geleistet werden mussten.
Dass sich der österreichische Käufer diese Entwicklung nicht lange mit ansehen wird, war abzusehen. Wilfried Pruschak, Geschäftsführer von Raiffeisen IT und Aufsichtsratschef der PC-Ware, kündigte schon vor Wochen »strukturelle Anpassungen« an. Nach Angaben der Leipziger Volkszeitung ist es nicht ausgeschlossen, dass das Management einen Verkauf von Teilen des Unternehmens in Betracht zieht. Die regionale Zeitung bezieht sich dabei auf Informationen aus Branchenkreisen. Die Vorstände wollten zu den Aussagen bislang jedoch keine Stellung nehmen.
Der aktuelle PC-Ware Chef Klaus Elsbacher hat im Gespräch mit Computer Reseller News angekündigt, dass Raiffeisen ein Delisting von der Börse anstrebt. Außerdem wolle sich PC-Ware auf die vorhandenen Kernkompetenzen konzentrieren. Im Volume-Bereich sind das vor allem Softwarelizenzierung und die damit verbundenen Dienstleistungen.
Erste Einsparungen in Leipzig
Erst Anfang Oktober will die Konzernleitung ihre Mitarbeiter über die neue Ausrichtung des Unternehmens informieren. Branchengerüchten zufolge, suchen Führungskräfte jedoch bereits nach neuen Stellen, da ein Jobabbau nicht ausgeschlossen ist – vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass auch erhöhte Personalkosten für die Verluste im ersten Quartal verantwortlichen waren. Erste Einsparungen am Standort Leipzig zeigen bereits, wohin der Weg gehen könnte. So hat der IT-Dienstleister seinen Sponsoring-Vertrag über 50.000 Euro mit dem Leipziger Gewandhaus nicht verlängert. PC-Ware Gründer Knut Löschke bezeichnete die Kürzungen in einem Zeitungsinterview als »skandalös«.
[1] http://www.raiffeiseninformatik.at
[2] http://www.pc-ware.de
- 1. Seite: PC-Ware steht vor Umbau
- 2. Seite: Erste Einsparungen in Leipzig
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Die besten System-Tools für Android
Android erlaubt tiefe Eingriffe in das System – und viele Apps nutzen diese Möglichkeit, um die Leistung zu optimieren und dem Nutzer bei der Bedienung seines Smartphones zu helfen. Wir stellen die besten System-Tools für Android vor.
Zwölf Smartphone-Flatrates ab 20 Euro im Vergleich
Mit Yourfone von E-Plus kommt jetzt eine neue Günstig-Flat für Smartphones. Unsere Kollegen von der Connect haben den Neuling mit der etablierten Konkurrenz verglichen.
Ungarn führt Telefonsteuer ein
Weit weniger Spaß als bisher werden die Bürger Ungarns sicherlich künftig beim Telefonieren haben. Als Reaktion auf die Schuldenlast des Landes hat das Parlament die Einführung einer Telefonsteuer beschlossen.
Weitere Artikel
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
So sexy sind Deutschlands Bäuerinnen
Vor kurzem war es wieder soweit: Die Macher des Deutschen Bauernkalenders suchten nach den schönsten Botschafterinnen für die Landwirtschaft. Die ansprechendsten Bewerberinnen kamen zum Casting nach München und Hamburg. Wir zeigen Ihnen die besten Bilder der Vorauswahlen in unserer Bilderstrecke ...
Massenentlassungen bei HP geplant
Der Rückgang der PC-Nachfrage und die Zusammenlegung von PC-und Druckersparte haben einschneidende Konsequenzen für die Mitarbeiter von HP. Es sollen laut Medienberichten 30.000 Mitarbeiter entlassen werden.