Netzwerkanalyse:
Zehn-Gigabit-Netze analysieren

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

28.02.2007

Für die Voll-Duplex-Erfassung des Datenverkehrs in 10-Gigabit-Ethernet-Netzen entwickelte Network Instruments die »Gen2 PCI Express«-Karte. Sie kommt unter anderem in der »10 GbE Probe Appliance« und dem Meßsystem »GigaStor-10 GbE«zum Einsatz

Die Karte erfasst über zwei 10-Gigabit-Eingänge den Datenverkehr voll-duplex. Über einen Bus schreibt die Komponente direkt in das RAM, den es direkt reserviert.

Als Interface dient PCI-Express (PCX). Dabei kommen 16 Lanes zum Einsatz, welche die Daten seriell mit jeweils 2,5 Gigabit/s übertragen.

Der Netzwerkanschluss erfolgt über XFPs (10-Gigabit-Small-Form-Factor-Pluggable) mit Glasfaser oder Kupferkabel. Die FPGAs (Field-Programmable-Gate-Array) lassen sich über das Observer-Interface aktualisieren, etwa mit neuen Filtern versehen.

Um das System zu entlasten, filtert die Karte, erstellt Statistiken oder setzt Zeitstempel. Auch für die 10-Gigabit-Analyse stehen die Observer-Funktionen zur Verfügung, darunter Experten- und VoIP-Analyse oder Trending und Reporting.

Die Zugriffsrechte lassen sich auf die Analyse beschränken. Ein Decodieren ist dann nicht möglich.

Die Probe-Appliance ist 4U hohes, Rack-montierbares Gerät. Alle Analysen erfolgen auf der Probe, die an die 56.000 Euro kostet.

Der Gigastor erfasst die Daten auf einem Raid-0-Array mit 4, 8 oder 12 Terabyte beziehungsweise auf einem SAN. Das System schreibt mit bis zu 3440 MBit/s.

Es sind also eventuell Filter bei der Erfassung notwendig, um die Datenmenge zu begrenzen. Ein 4-Terabyte-System kostet etwas mehr als 63.000 Euro.

Das tragbare Gerät, »Field Service Solution« genannt, lässt sich direkt oder als Probe nutzen. Der Preis beginnt bei etwa 61.400 Euro.

www.networkinstruments.de [1]

[1] http://www.networkinstruments.de