Schnelleres WLAN: So optimieren Sie das WLAN

Wireless LAN ist der Standard, wenn es um lokale Datenübertragung geht. Lesen Sie, wie Sie Ihr WLAN schneller machen und was die Zukunft bringt.

Fritz Box von AVM: Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihr WLAN noch schneller machen können

Die Zahlen des Branchenverbands Bitkom sind beeindruckend: Im Jahr 2009 nutzten rund 44 Prozent aller deutschen Haushalte einen Internetzugang mit WLAN-Anbindung. Fritzbox-Hersteller AVM meldet sogar, dass nach eigenen Erhebungen über 90 Prozent der Besitzer der weit­verbreiteten Fritzbox Fon WLAN 7270 die Datenfunktechnik der Box tatsächlich einsetzen – damit ist WLAN das mit Abstand am meisten genutzte Feature des Tausendsassas. Das bleibt aber leider nicht folgenlos – denn auch im WLAN staut sich der Datenverkehr. Lesen Sie, wo Probleme lauern und wie Sie Abhilfe schaffen.

Überlastung im 2,4-GHz-Bereich

WLAN funkt derzeit in zwei Frequenzbändern. Einmal wie seit Beginn der Technik bei 2,4 GHz und neuerdings auch bei 5 GHz. Die meisten Kunden allerdings nutzen noch den alten Bereich.

Das Problem: Hier wurden seinerseits die Kanäle überlappend definiert. Das bedeutet: Wenn Ihr Nachbar sein WLAN-Funknetz auf Kanal 3 betreibt und Sie auf Kanal 1, stören sich beide Funknetze gegenseitig – unterbrochene Verbindungen oder langsamer Datentransfer können die Folge sein.

Und die WLAN-Dichte ist groß: Auf Scanfahrten durch Großstädte empfängt man locker über 30 Funk­netze gleichzeitig – gegenseitige Beeinträchtigungen sind hier an der Tagesordnung. Was tun? Funken Ihr Router und Ihre WLAN-Clients wie PC oder Handy auch im 5-GHz-Bereich, empfiehlt sich der Umstieg, denn hier überlappen die Kanäle nicht.

Weitere Lösung für versierte Nutzer: Wenn Sie mit Ihrem WLAN-fähigen Computer die Umgebung des Nutzungsortes abscannen, können Sie sehen, auf welchen Kanälen die anderen Funknetze arbeiten – und Ihren Router auf einen weniger belasteten Kanal einstellen.

Mikrowelle als Störsender

Ein weiteres Problem ist, dass der Funkbereich, in dem sich WLAN tummelt, nicht exklusiv ist. So arbeiten neben Bluetooth und Video­bridges auch Mikrowellen auf diesen Frequenzen und stören WLAN ebenfalls.

Besitzer einer neueren Fritzbox mit der jeweils aktuellen Firmware (ab Modell 7170, Baujahr 2007) sind hier fein raus, denn wenn WLAN aktiviert wird oder die Box aus der Nachtschaltung kommt, sucht sie selbstständig die Umgebung nach anderen WLAN-Netzen ab und wählt automatisch den Kanal, auf dem am wenigsten Störungen zu erwarten sind. Ab dem Modell 7270 erkennt die Fritzbox dank einer Spektrumanalyse sogar Video­bridges und Mikrowellenöfen an den jeweiligen Funksignaturen und bindet diese Informationen in die Autokanalwahl mit ein.

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