CRN wünscht frohe Weihnachten: Zeit für Sternstunden

Orte absoluter Dunkelheit werden rar. Wer aber die Weite und Schönheit jenseits unseres Planeten erkennen will, braucht die Finsternis - und findet sie sogar noch hierzulande.

Wann haben Sie zuletzt den Sternenhimmel prachtvoll leuchten sehen? In unseren Breiten einen Ort absoluter Dunkelheit zu finden ist gar nicht mehr so leicht. Immer mehr Straßen, Plätze, Häuser und Bauwerke erstrahlen im Kunstlicht, immer stärkere LEDs in allen Variationen leuchten jetzt wieder in vielen Gärten oder werfen sogar lichtstark Weihnachtsmänner auf Hauswände. Auf den Lichtverschmutzungskarten werden seit Jahren die Regionen knapp, die uns noch nicht den Blick auf ein einzigartiges kosmisches Naturerlebnis verstellen. Ich hatte Mitte der 80er-Jahre unweit von Padang auf Sumatra erstmals das Vergnügen, das einzigartige Sternenband in voller Pracht zu genießen.

Man muss indes gar nicht so weit reisen. Ein echter Geheimtipp ist die Winklmoos-Alm bei Reit im Winkl. Als eines der dunkelsten Gebiete in Bayern wird sie gerade von der International Darksyk Association geprüft, um sich die offizielle Auszeichnung als Sternenpark zu sichern. Die Webseite kann dann scharf gestellt werden.

Dunkelheit als Tourismusmagnet, einerseits. Andererseits ein perfekter Ort für Hobby-Astronomen, Fotografen und für alle, die wenigstens zum Jahresende vom Lauten, Hellen und Hektischen entfliehen wollen und in der Weite des Universums für eine kurze Zeit das Irdische vergessen können.

Wo auch immer Sie, verehrte Leserinnen und Leser der CRN, die geruhsamen Tage verbringen werden, wir wünschen Ihnen viele Sternstunden und bedanken uns dafür, dass Sie unsere 51 Ausgaben Woche für Woche und täglich unser Portal crn.de mit viel Zuspruch und Kritik begleitet haben.

Das gesamte CRN-Team wünscht Ihnen frohe Festtage und alles Gute im neuen Jahr.

Mit den besten Grüßen,

Martin Fryba
CRN-Chefredakteur