Restrukturierung abgeschlossen: Avaya beendet Chapter-11-Verfahren

Knapp ein Jahr nachdem Avaya Gläubigerschutz nach Chapter 11 angemeldet hat, schließt der Hersteller das Verfahren nun ab. Der Kommunikationsspezialist hat die Schuldenlast um rund drei Milliarden Dollar reduziert.

Jim Chirico, Präsident und CEO von Avaya
(Foto: Avaya)

Die Avaya Holding hat in dieser Woche die eigene finanzielle Restrukturierung und somit das Chapter-11-Verfahren erfolgreich abgeschlossen. »Dies ist der Beginn eines wichtigen neuen Kapitels für Avaya«, sagte Jim Chirico, Präsident und CEO von Avaya. »Nach weniger als einem Jahr seit Beginn des Restrukturierungsprozesses nach Chapter 11 geht Avaya als börsennotiertes Unternehmen mit einer deutlich gestärkten Bilanz aus dem Verfahren hervor. Insgesamt haben wir unsere Schuldenlast um rund drei Milliarden US-Dollar reduziert und wir schließen das Chapter-11-Verfahren mit 300 Millionen US-Dollar Barvermögen in der Bilanz ab. Durch die Reduzierung unserer Schulden und anderer langfristiger Verpflichtungen wird sich unser jährlicher Cashflow gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um rund 300 Millionen US-Dollar verbessern.«

Avaya besitze nun die notwendige Flexibilität, um in den weiter wachsenden Contact-Center- und Unified-Communications-Markt zu investieren und wolle den Wandel hin zu einem Software-, Services- und Cloud-Lösungsanbieter abschließen. »Mit einem neuen Vorstand und einer neuen Geschäftsführung sind wir nun gut aufgestellt, um unseren Wachstums- und Transformationsplan umzusetzen und unseren Stakeholdern die Erträge und Mehrwerte zu liefern, die sie erwarten«, so der Unternehmenschef.

Avaya ergreift nun nach eigenen Angaben die notwendigen Schritte, die für die Notierung an der New York Stock Exchange nötig sind. Das Unternehmen erwartet, dass zum Zeitpunkt des Chapter-11-Abschlusses rund 110 Millionen Aktien ausgegeben werden.