Ciscos Weg zum vollautomatisierten Netzwerk

Mit der Analyseplattform »Network Data Platform and Assurance« macht Cisco einen weiteren Bestandteil seines neuen Netzwerkkonzepts verfügbar. Das »neue Netzwerk« soll sich weitgehend automatisiert managen lassen und dank Machine Learning selbständig weiterentwickeln.

Falko Binder, Architecture Lead Enterprise Networking bei Cisco
(Foto: Cisco)

Cisco treibt seine Idee von einem »neuen Netzwerk« voran. Bereits im Juni hatte der Hersteller im Vorfeld der Cisco Live-Konferenz sein Konzept von einem intelligenten Netzwerk vorgestellt. Während Bestandteile wie »Software-Defined Access«, die Switch-Serie »Catalyst 9000« und »DNA Center« bereits im Laufe des Sommers auf den Markt gekommen sind, ist mit der Analyse-Plattform »Network Data Platform and Assurance« nun ein weiterer Bestandteil von Ciscos »Network. Intuitive« verfügbar.

Mit der Verschiebung von einem Hardware-zentrierten zu einem Software-getriebenen Ansatz reagiert Cisco auf die Veränderungen, die die digitale Transformation mit sich bringt. »Die Geschäftsmodelle unserer Kunden ändern sich mit der Digitalisierung nachhaltig«, begründet Falko Binder, Architecture Lead Enterprise Networking bei Cisco, die Entscheidung. »Die Art und Weise, wie Netzwerke gebaut und betrieben werden, konnte mit dieser Entwicklung bisher nicht Schritt halten.«

Mehr als 80 Prozent aller Netzwerke werden aktuell noch manuell oder allenfalls teilautomatisiert betrieben. Angesichts einer steigenden Anzahl an Endgeräten, zusätzlicher Sicherheitsbedrohungen und dem Mangel an Fachkräften hält Cisco diesen Ansatz für überholt. Das neue Netzwerkkonzept des kalifornischen Herstellers kommt deswegen weitgehend ohne manuelle Konfiguration aus und ermöglicht einen hohen Grad an Automatisierung.

Damit möchte Cisco etwa das Management von Endgeräten in einem Netzwerk deutlich erleichtern. Denn während ein IT-Administrator im Durchschnitt aktuell eine zwei- bis dreistellige Anzahl an Geräten managt, könnte diese schon in wenigen Jahren in den Millionenbereich steigen, wenn nicht nur klassische Devices wie Notebooks und Smartphones in ein Netzwerk eingebunden werden, sondern auch Sensoren und Aktoren in großer Zahl.

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