Ergänzung zur Videoüberwachung: Axis nimmt Radardetektor ins Portfolio auf

Mit dem »D2050-VE« bietet Axis nun auch ein IP-basiertes Radargerät an, mit dem sich große Bereiche überwachen lassen sollen. Der Hersteller positioniert es als Ergänzung zur klassischen Videoüberwachung, in die es integriert werden kann.

Überwacht Außenbereiche mittels Radartechnologie: der »Axis D2050-VE«
(Foto: Axis)

Axis hat mit dem »D2050-VE« einen Netzwerk-Radarmelder in sein Portfolio aufgenommen. Das Gerät erlaubt es, große Flächen bei den unterschiedlichsten Licht- und Wettverhältnissen zuverlässig zu überwachen. Es erfasst bewegliche Objekte mittels Radartechnologie und liefert Informationen zu Position, Größe und Geschwindigkeit. Der Hersteller sieht den Radarmelder als sinnvolle Ergänzung zu Videoüberwachungskameras, mit denen das neue Gerät auch zusammenarbeiten kann. So bietet es offene Schnittstellen und lässt sich zur Verwaltung und Wartung in »Axis Camera Station« und »Axis Camera Management« oder die Systeme anderer Hersteller integrieren. Zudem kann es eine Verfolgung beweglicher Objekte über PTZ-Kameras (Pan, Tilt, Zoom) steuern, sodass sich Eindringlinge auch im Bild erfassen lassen. Ebenso können automatisch eine Außenbeleuchtung oder ein Lautsprecher aktiviert werden.

Der Radarmelder ist für die Wandmontage gedacht und besitzt ein robustes Gehäuse, das nicht nur widrigen Wetterbedingungen trotzt, sondern die Technik auch vor Vandalismus schützen soll. Das Gerät erfüllt die Schutzarten IP66, IK08 und NEMA 4X für raue Umgebungsbedingungen und lässt sich in einem Temperaturbereich von -40 bis 60 Grad Celsius einsetzen. Die Stromversorgung erfolgt über PoE+.

Dank Radartechnologie deckt der D2050 einen größeren Bereich ab als passive Infrarotsensoren. Während Wärmebildkameras eher für den Schutz langer und schmaler Perimeter geeignet sind, kann er umfangreichere Flächen überwachen und taugt so auch für weitläufigere Firmengelände und Industrieanlagen. Dem Hersteller zufolge deckt ein einzelnes Gerät einen Bereich von 120 Grad und 50 Metern ab. Zudem soll die Zahl der Fehlalarme etwa durch kleine Tiere, Insekten oder sich bewegende Schatten und Lichtreflexionen bei Radar geringer sein als bei Infrarot.

Der Netzwerk-Radarmelder D2050-VE soll ab Oktober verfügbar sein. Einen UVP nennt der Hersteller nicht.