Pure Storage peilt Jahresumsatz von 2 Milliarden Dollar an: »Nur Google hat mehr Expertise mit Flash im Datacenter als wir«

Pure Storage will das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre fortsetzen und bis 2020 einen Jahresumsatz von mehr als 2 Milliarden Dollar erreichen. Dafür positioniert man sich weiter als Herausforderer der großen Storage-Hersteller, strebt aber auch in neue Bereiche wie Datenmanagement.

Scott Dietzen, CEO von Pure Storage
(Foto: Pure Storage)

Lange erfreuten sich hybride Storage-Arrays in Rechenzentren größter Beliebtheit, doch mittlerweile sind All-Flash-Systeme dabei, ihnen den Rang abzulaufen. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden laut IDC weltweit 1,4 Milliarden Dollar mit All-Flash-Arrays umgesetzt, ein Plus von knapp 76 Prozent im Jahresvergleich, während der Umsatz mit hybriden Arrays um etwa 10 Prozent auf 2 Milliarden Dollar schrumpfte. Von dieser Entwicklung profitierte auch Pure Storage sehr stark, das sich von Anfang an All-Flash verschrieben hatte und sich nun anschickt, erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar Jahresumsatz zu knacken.

Dabei kommt dem Hersteller zugute, dass er gar nicht erst versucht hatte, im Geschäft mit hybriden Systemen mitzumischen, und seine Architektur speziell für Flash entwickeln konnte. »Wenn man Flash in ein System steckt, das vor 25 Jahren für mechanische Speicher designt wurde, kann man gar nicht die Parallelität ausnutzen, die Flash bietet«, betont Scott Dietzen, CEO von Pure Storage. Die alten Plattformen der großen Storage-Anbieter würden zwar parallele Zugriffe auf mehrere Devices unterstützen, aber nicht innerhalb eines Devices. Um das zu ermöglichen, müsse man SCSI, SAS und SATA rauswerfen sowie alle Datenstrukturen und Algorithmen auf parallele Zugriffe auslegen. »Der Grund, warum viele unserer Wettbewerber den SSD-Formfaktor nutzen, ist, dass sie ihre Software nicht umschreiben wollen, um direkt auf den Flash-Speicher zuzugreifen. Sie wollen in der Lage sein, ihn wie eine Festplatte zu behandeln«, so Dietzen, der denn auch gar nicht die etablierten Hersteller als größte Konkurrenten sieht: »Ich würde sagen, nur Google hat mehr Expertise mit Flash im Datacenter als Pure Storage.«

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