»Die dunklen Zeiten sind vorbei«: NetApp auf dem Weg in eine Software-Zukunft

Auf seiner EMEA-Partnerkonferenz in Tallinn bereitete NetApp seinen Channel auf eine Zukunft vor, in der die Bedeutung von Software- und Cloud-Lösungen wächst. Und in der der Hersteller seinen Partnern mehr Freiheiten lassen will.

Henri Richard, Executive Vice President of Worldwide Field and Customer Operations bei NetApp
(Foto: NetApp)

Wie am Vortag schon EMEA-Chef Alex Wallner bedankte sich auch Henri Richard, Executive Vice President für Worldwide Field and Customer Operations, zunächst bei den NetApp-Partnern auf dem NetApp Partner Executive Forum für ihre Loyalität in den vergangenen Jahren. Man habe die Krise genutzt, um – weitgehend im Stillen – ein umfangreiches Portfolio an Software- und Cloud-Lösungen zu entwickeln. »Diese Lösungen haben zwar noch nicht für viel Umsatz gesorgt, aber das werden sie noch«, betonte er und versprach: »Die dunklen Zeiten sind vorbei.«

Richard hatte vor gut einem Jahr die Verantwortung für den NetApp-Channel, alle Allianzen und Service-Partner sowie die Kundenbeziehungen übernommen. Vor seiner Einstellung sei es ihm im Gespräch mit Firmenchef George Kurian vor allem darum gegangenen sicherzustellen, dass er bei einem Software-Hersteller anfange, berichtete er den Partnern in Tallinn. Die kürzlich vorgestellten Lösungen für Microsoft Azure – dort stehen sowohl »Ontap Cloud« also auch »Altavault« und »NetApp Private Storage« bereit – sollen nur der Anfang sein. Es werde in diesem Jahr noch einige »große Ankündigungen« geben. »Es ist nicht so, dass wir nicht stolz auf unsere Systeme wären – die liefern wir wahrscheinlich noch in Jahrzehnten aus. Aber mehr und mehr Business kommt von Software und Cloud«, so Richard.

Eine solche Entwicklung hatte auch Alex Wallner den Partnern beschrieben, da Hardware immer weiter Commodity werde und Unternehmen nach Wegen suchten, ihre IT dynamisch nach Bedarf zu beziehen und nicht zu kaufen. »Wir werden sehen, in welche Richtung sich unser Geschäftsmodell entwickelt. Es gibt noch keine klare Antwort auf die Frage, wie viel Hardware wir in drei Jahren ausliefern werden oder ob wir dann auf Software bauen.«

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