Mehr Reichweite und Bandbreite: So verändert Mesh-Technik das WLAN

Damit das Smart Home störungsfrei funktioniert, müssen Flächenabdeckung und Bandbreite stimmen. Neue WLAN-Komplettsysteme mit Mesh-Technologie sollen dafür sorgen, dass WLANs jede Ecke des Hauses erreichen.

Lückenlose Netzabdeckung

Jeremy Barber, Pre-Sales Consultant bei TP-Link in Deutschland
(Foto: TP-Link)

Im Rahmen eines Mesh-Systems baut ein Router im Verbund mit einem oder auch mehreren weiteren Geräten ein flächendeckendes WLAN-Netz im ganzen Haus auf. Im Gegensatz zu klassischen WLAN-Repeatern nimmt die Geschwindigkeit durch die Erweiterung mit einem neuen Gerät nicht ab. Alle »vermaschten« Geräte arbeiten stattdessen wie ein eigenständiger Router: Sie tauschen direkt Daten aus und erzeugen dabei jeweils ein eigenes WLAN-Signal. Sollte ein Mesh-Gerät überlastet sein oder ausfallen, strukturiert sich das Netzwerk selbstständig neu. Über intelligente Routing-Algorithmen sollen die verbleibenden Geräte weiterhin den schnellstmöglichen Weg für Daten wählen. Da ein Mesh-Netzwerk einen einheitlichen Netzwerknamen (SSID) hat, findet der Wechsel von einem Knotenpunkt zum nächsten fließend statt. Der Client wird immer automatisch mit dem Mesh-Gerät verbunden, das die größte Signalstärke zur Verfügung stellt.

Um ein vermaschtes Funknetz aufzubauen, gibt es zwei grundlegende Ansätze. Im klassischen Ansatz teilt sich der Backbone, der die Basisstationen verknüpft, ein Funkband mit den Clients im Haushalt wie Smartphones, PCs und internetfähigen Haushaltsgeräten. Weitergeleitete Daten belegen den Funkkanal allerdings doppelt, was den Datendurchsatz wiederum ausbremst. Leistungsfähiger sind an diesem Punkt sogenannte Triband-Systeme, die neben den herkömmlichen 2,4- und 5-GHz-Frequenzen über ein drittes Funkmodul verfügen. Über diesen zusätzlichen 5-GHz-Kanal wird der drahtlose Backbone eingerichtet, sodass für die ins WLAN eingebundenen Clients keine Bandbreite verlorengeht.

Um Internet wirklich in jeden Winkel des Zuhauses zu bringen, handelt es sich bei einigen der aktuellen Mesh-Systeme um Hybrid-Lösungen, die sowohl WLAN als auch Powerline-Technologie nutzen. »Powerline-Geräte ergänzen das Mesh-Netzwerk durch zusätzliche Funktionen und können beispielsweise mit integrierten Steckdosen mehr Flexibilität bieten. Im Zusammenspiel ergibt sich daraus für den Nutzer ein leistungsfähiges, stabiles und vor allem ausfallsicheres Netz«, sagt Jeremy Barber, Pre-Sales Consultant bei TP-Link in Deutschland.