Kernkompetenzen im Fokus: Avayas Pläne nach dem Verkauf der Netzwerksparte

Durch den Verkauf seiner Netzwerksparte rückt Avaya wieder das TK-Geschäft in den Mittelpunkt – und beschäftigt sich gleichzeitig mit neuen Themen wie künstlicher Intelligenz und Virtual Reality.

Neue Herausforderungen für Unternehmen

Optimale und effiziente Kommunikationslösungen für verschiedene Business-Anwendungen zur Verfügung zu stellen, war zwar schon immer die Mission des amerikanischen Herstellers. Was sich allerdings rasant wandelt, ist die Kommunikation selbst – und damit die Erwartungen, die Kunden an ein Unternehmen wie Avaya haben. »Wir befinden uns in einer ständigen Veränderung des Kommunikationsmarktes«, sagt Deutschlandchef Krischke.

Nahezu jedes Unternehmen stehe heute vor der Herausforderung, dass sich die Kommunikation mit seinen Kunden verändere. »Kunden lassen sich heute nicht mehr vorschreiben, über welche Kommunikationsmittel sie mit einem Unternehmen in Kontakt treten«, weiß Krischke. Diesen neuen Anforderungen müssten sich Unternehmen anpassen oder idealerweise sogar selbst Vorreiter sein, wenn es um die Nutzung neuer Kommunikationskanäle gehe.

Genau diese Möglichkeiten möchte Avaya seinen Kunden zur Verfügung stellen. Neben Telefonie, Unified Communications und Contact Center-Lösungen beschäftigt sich der Hersteller deswegen zunehmend mit Themen wie dem Internet der Dinge, der Cloud und künstlicher Intelligenz. Auch die Integration von virtueller Realität in den Kommunikationsprozess gewinnt für den Hersteller schnell an Bedeutung.

Selbst wenn die Kommunikation von Mensch zu Maschine sowie zwischen Maschinen immer wichtiger wird, geht Krischke davon aus, dass der Mensch im Zentrum des Kommunikationsprozesses bleibt. »Einfache Dinge können mittlerweile automatisiert beantwortet werden«, erklärt er. Wenn die Thematik jedoch komplexer werde, seien die Avaya-Lösungen in der Lage, den Prozess automatisch an einen geeigneten Ansprechpartner in einem Unternehmen weiterzuleiten, der dann auf alle bereits zur Verfügung stehenden Daten zugreifen könne.

Im Zuge dieses Wandels hat sich Avaya in den vergangenen Jahren stark vom klassischen Hardware-Hersteller zum Software- und Service-Anbieter gewandelt. »Unser Fokus liegt auf Software und Services«, betont Krischke. Komplett aus dem Hardware-Geschäft zurückziehen möchte sich Avaya allerdings nicht.

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