Hersteller profitiert von Flash-Knappheit: Flash-Krise beschert Hynix Rekordgewinn

Dank der steigenden Preise für Flash-Speicher konnte der Hersteller SK Hynix seinen Gewinn im ersten Quartal mehr als vervierfachen.

SK Hynix baut seine Produktionskapazitäten für 72 Layer 3D NAND-Flash derzeit aus
(Foto: SK Hynix)

Während die durch knappe Verfügbarkeit steigenden Preise bei Flash-Speicher PC- und Smartphone-Herstellern, Händlern und Kunden aktuell gleichermaßen zu schaffen machen, dürfen sich die Hersteller über satte Gewinne freuen. Das bestätigen eindrucksvoll die gerade vom südkoreanischen Chipproduzenten SK Hynix vorgelegten Rekord-Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres. Dem Geschäftsbericht zufolge konnte das Unternehmen seinen Umsatz in den normalerweise im Speichergeschäft eher schwachen ersten drei Monaten gegenüber 2016 um satte 72 Prozent auf fast fünf Milliarden Euro steigern. Der Gewinn des zweitgrößten Speicherherstellers der Welt vervierfachte sich damit einhergehend im ersten Quartal 2017 sogar auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die Nettomarge lag damit bei 30 Prozent.

Laut SK Hynix betrifft die Produktions- und Lieferknappheit bei gleichzeitig stark wachsender Nachfrage alle Flash-Arten und -Segmente von Arbeitsspeicher über SSDs bis hin zu RAM für PCs und Server. So berichtet das Unternehmen beispielsweise, dass der Absatz von DRAM gegenüber dem vierten Quartal 2016 zwar um fünf Prozent gesunken ist, während sich die Chips gleichzeitig um 24 Prozent verteuert haben. Dadurch konnten Umsatz und Gewinn gegenüber dem starken vierten Quartal 2016 dennoch um jeweils 17 Prozent gesteigert werden. Ähnlich sieht es bei NAND-Flash aus, der sich laut SK Hynix um mehr als 15 Prozent verteuert hat. Der Hersteller geht davon aus, dass die Preise noch mehrere Monate lang weiter steigen werden, bis die Hersteller zusätzliche Produktionskapazitäten und die Umstellung bestehender Werke auf 3D-NAND schaffen.