IoT als Wachstumstreiber: Weltweite Datenmenge verzehnfacht sich bis 2025

Ging es in Unternehmen bislang vielfach darum, analoge Daten zu digitalisieren, so kommen in den nächsten Jahren durch das IoT zahlreiche neue Datenquellen hinzu. Das Ergebnis: eine regelrechte Datenflut. IDC-Prognosen zufolge wächst die weltweite Datenmenge bis 2025 auf 163 Zettabyte.

(Foto: Konstantin Hermann - Fotolia)

Im vergangenen Jahr gab es nach IDC-Schätzungen weltweit etwa 16 Zettabyte an Daten – das sind 16 Milliarden TByte. Bis 2025 soll sich diese Datenmenge allerdings auf 163 Zettabyte verzehnfachen, so die Prognose der Marktforscher in einer Studie für Seagate. Sie haben vor allem in Unternehmen ein massives Datenwachstum ausgemacht, wo es in den vergangenen Jahren vornehmlich darum ging, analoge in digitale Daten umzuwandeln. Doch mittlerweile werden verstärkt Geschäftsprozesse digitalisiert, was neue Datenquellen hervorbringt, deren Wert viele Firmen erst nach und nach erkennen. Sie versuchen die Daten gezielt auszuwerten, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder gar neue Geschäftsmodelle aufzubauen.

Dadurch ändert sich auch die Zusammensetzung des weltweiten Datenbestandes: Machten Entertainment-Daten – vor allem Videos – im Jahr 2010 noch etwa die Hälfte der gesamten Datenmenge aus, ist es derzeit noch ein Drittel. Bis 2025 soll der Anteil weiter schrumpfen – auf 21 Prozent. Im Gegenzug wächst die Menge an Bild- und Videomaterial, das keinen Unterhaltungszwecken dient, weil es etwa von Überwachungskameras oder aus dem Werbegeschäft kommt, stark an. Gleiches gilt für Produktivitätsdaten, worunter die IDC-Experten die klassischerweise auf einem Rechner oder Server gespeicherten Dateien verstehen, und die gerade erst beginnende Datenflut von Embedded Devices.

Derzeit steuern vernetzte Produktionsanlagen, Smart Devices und andere Geräte des Internet of Things nur einen vergleichsweise kleinen Teil zum digitalen Datenuniversum bei, doch das ändert sich in den nächsten Jahren. Bis 2025 wird jeder Mensch auf der Welt mit Internetzugang im Schnitt 4.800 Mal pro Tag mit vernetzten Geräten interagieren, schätzen die Marktforscher. Das entspräche einer Interaktion alle 18 Sekunden. Die Konsequenz daraus: Ein großer Teil der Daten fällt in Echtzeit an, hat kritischen Charakter und muss maschinell durch intelligente Systeme ausgewertet werden, weil er anders nicht zu verarbeiten ist. Der wahre Wert von Daten liege nicht im Bekannten, sondern im Unbekannten, betont denn auch Seagate-CEO Steve Luczo und ergänzt, das volle Potenzial werde derzeit oft noch unterschätzt. »Die wirklich spannenden Anwendungsmöglichkeiten liegen in der Datenanalyse, neuen Geschäftsmodellen, neuen Denkweisen und neuen Ökosystemen in Branchen wie Robotik und Machine Learning sowie ihrem enormen Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft.«

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