»Norton Core«: Symantec geht unter die Router-Hersteller

Mit dem »Norton Core« mischt Symantec nun auch im Markt für WLAN-Router mit. Der Security-Spezialist setzt auf eine ungewöhnliche Geräte-Optik und umfangreiche Sicherheitsfunktionen, die das vernetzte Zuhause inklusive smarter TVs, Thermostate, Rauchmelder und anderer Geräte schützen sollen.

Da man dem »Norton Core« den Router nicht ansieht, kann man ihn auch gut auf dem Schreibtisch platzieren
(Foto: Symantec)

Eigentlich ist Symantec für seine Security-Software bekannt, doch auf der CES präsentierte das Unternehmen mit dem »Norton Core« einen eigenen WLAN-Router. Bei diesem stellt der Hersteller vor allem die Sicherheitsfunktionen in den Vordergrund und positioniert das Gerät als Schutzlösung für das vernetzte Zuhause. Dort befinden sich neben klassischen Computersystemen immer häufiger auch Geräte, auf denen sich keine Security-Software installieren lässt, etwa Spielkonsolen, smarte TVs, Überwachungskameras oder vernetzte Thermostate und Rauchmelder. Doch auch diese besitzen Sicherheitslücken und sind angreifbar – bei einer Untersuchung im vergangenen Jahr stellte Symantec unter anderem fest, dass zahlreiche Smart Home Devices eine unzureichende Authentifizierung nutzen und ihre Daten unverschlüsselt übertragen. »Wir alle haben die aufsehenerregenden Angriffe der letzten Monate mitbekommen und wissen, dass Hacker eine Reihe vernetzter Geräte mittlerweile als neuen Weg nutzen, um an persönliche Informationen und Kontodaten zu gelangen«, erläutert Fran Rosch, der bei Symantec den Norton-Geschäftsbereich leitet. »Norton Core vergrößert unsere digitale Sicherheitsplattform mit einem kabellosen und künstlerisch gestalteten Heim-Router. Damit können unsere Kunden Sicherheit individuell und stilvoll in ihr Zuhause integrieren.«

Denn wo andere WLAN-Router meist recht dröge daherkommen, setzt Symantec auf eine ausgefallene Optik, die von Verteidigungs- und Wetterradaranlagen inspiriert wurde und bei der die Antennengruppen in Form einer geodätischen Kuppel angeordnet sind. Das soll die Nutzer animieren, Norton Core frei im Zimmer als Teil der Einrichtung zu platzieren, statt ihn in einer Ecke oder unter dem Schreibtisch zu verstecken – was den Funkverbindungen zugutekommt und für flotte Datenübertragungen sorgt. Der Router funkt nach 802.11ac Wave-2 und kann Daten parallel im 2,4 und 5 GHz-Frequenzband übermitteln; Symantec verspricht bis zu 2,5 GBit pro Sekunde.

Darüber hinaus lassen sich Geräte aber auch per Kabel mit dem Norton Core verbinden. Der Router bringt vier Gigabit Ethernet-Ports mit, von denen einer als WAN-Port herhalten muss und drei für PC, Spielkonsole und andere Devices bereitstehen. Dazu kommen zwei USB 3.0-Anschlüsse, etwa für Drucker oder USB-Speicher. Symantec verbaut einen Dualcore-Prozessor mit 1,7 GHz sowie 1 GByte RAM und 4 GByte Flash-Speicher, die ausreichend Power für schnelle Datenübertragungen und die integrierten Sicherheitsfunktionen liefern sollen.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von PC-Flüsterer Bremen , 18:41 Uhr

Das Gehäuse erinnert an die Radoms über den Spionage-Antennen des Echelon Systems. Zufall? Anflug von Ehrlichkeit? Vorwärtsverteidigung? Jedenfalls sind die Sicherheitslücken, die immer wieder in Symantecs "Sicherheits" Produkten gefunden werden, so zahlreich und so gefährlich, dass man bei vielen durchaus an absichtlich eingebaute Hintertüren denken darf - für wen wohl?