Nach der Übernahme des WLAN-Geschäfts von Zebra Technologies: Extreme Networks Pläne im WLAN-Markt

Durch die Akquisition der WLAN-Sparte von Zebra Technologies ergänzt Extreme Networks sein Wireless-Portfolio um neue Produkte. Mit den Lösungen möchte sich der Netzwerkspezialist neue Branchen wie Retail und Logistik erschließen.

Olaf Hagemann, SE Director DACH bei Extreme Networks
(Foto: Extreme Networks)

Extreme Networks verstärkt sein WLAN-Geschäft durch eine weitere Übernahme: Der amerikanische Netzwerkspezialist hat Ende Oktober die WLAN-Sparte von Zebra Technologies übernommen. Bei dem Anbieter von mobilen Computern, Druckern und Barcode-Scannern hatte das WLAN-Geschäft bislang ein Nischendasein gefristet, bei Extreme Networks dürfte Zebras »Wing«-Technologie dagegen ins Zentrum des Portfolios rücken. »Wireless ist die Zutrittstechnologie der Zukunft«, begründet Olaf Hagemann, SE Director DACH bei Extreme Networks, die Gründe für die Übernahme.

Zwar macht Extreme Networks den Großteil seines Umsatzes aktuell noch mit traditionellen Switching-Lösungen, die Wachstumsraten sind allerdings im WLAN-Geschäft höher. »Die Nachfrage nach Wireless-Lösungen ist in den letzten zwei bis drei Jahren deutlich nach oben gegangen«, sagt Hagemann. »Es gibt nur noch wenige Umgebungen, wo Wireless gar kein Thema ist.«

Erste eigene WLAN-Lösungen hat sich Extreme Networks bereits im Jahr 2013 mit der Übernahme des Netzwerkherstellers Enterasys gekauft. Nun kommt zu der WLAN-Serie »Extreme Wireless« innerhalb weniger Jahre ein zweites Portfolio für kabellose Netzwerke dazu. Ganz neu sind die Produkte für Extreme Networks dabei nicht: der Hersteller hat die ursprünglich von Motorola Solutions stammende Technologie bereits vor einigen Jahren als OEM-Partner selbst vertrieben. »Wir kennen die Technik und wissen, dass sie gut ist«, betont Hagemann.

Da sich die beiden Lösungen technisch relativ ähnlich sind, möchte Extreme sie zunächst einmal getrennt nebeneinander anbieten. Erst nach der Ratifizierung des nächsten WLAN-Standards plant der Netzwerkhersteller, ein gemeinsames Produkt auf den Markt zu bringen.

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